Komplettbearbeitung in einer Aufspannung

Wie Haufe mit AXA‑Technologie Zeit, Kosten und Nebenzeiten drastisch senkt

Mit dem AXA 5‑Achs‑Bearbeitungszentrum VHC 3 realisiert Haufe Metallverarbeitung Fräsen, Bohren und Nutenstoßen in einer Aufspannung – für 100 % Präzision, maximale Wirtschaftlichkeit und dauerhafte Prozesssicherheit.

SK50 Spindel mit spezieller Werkzeugaufnahme und 16 mm Stoßmeißel.
SK50 Spindel mit spezieller Werkzeugaufnahme und 16 mm Stoßmeißel.

Bei der Herstellung von Mischwerkzeugen war bis dato der Arbeitsschritt des Nutenstoßens besonders aufwendig. Er erfolgte auf einer separaten Maschine, was zusätzliche Rüstzeiten und Ungenauigkeiten durch mehrfaches Spannen und Ausrichten verursachte. Ziel war es daher, sämtliche Bearbeitungsschritte in einer Aufspannung durchzuführen und die Prozesskette zu verkürzen.

Gemeinsam mit AXA-Ingenieuren wurde ein kundenspezifisches Konzept auf Basis des 5-Achs-Bearbeitungszentrums VHC 3 mit leistungsstarker SK50-Schwenkspindel entwickelt (X = 2.600 mm, Y = 900 mm, Z = 900 mm). Um die hohen, vertikalen Kräfte, die beim Nutenstoßen auf die Spindel wirken, abzufangen, konstruierte AXA eine spezielle Werkzeugaufnahme. Dabei wird die Plananlage pneumatisch gegen das Spindelgehäuse gedrückt, wodurch die Stoßkräfte von der eigentlichen Spindellagerung ferngehalten werden. Dank der Schwenkspindel kann das Nutenstoßen nicht nur senkrecht, sondern auch vertikal oder schräg erfolgen – etwa bei konischen Bohrungen.

Mischwerkzeuge der Fima Haufe im fertig bearbeiteten Zustand.
Mischwerkzeuge der Fima Haufe im fertig bearbeiteten Zustand.

Ergebnis: 100 % Wiederholgenauigkeit und höchste Wirtschaftlichkeit

Dank dieser besonderen Lösung können Fräsen, Bohren und Nutenstoßen ohne Umrüsten in einer einzigen Aufspannung erfolgen. Das Ergebnis sind deutlich reduzierte Nebenzeiten, gleichbleibende Maßhaltigkeit und 100 % wiederholbare Resultate bei geringem Verschleiß.

„Trotz des Baujahrs 2004 zeigt die Maschine nur wenige Defekte oder Verschleißerscheinungen. Eine sehr solide Maschine, die wir hoffentlich noch viele Jahre im Einsatz haben werden“, erklärt Jeremias Haufe, Geschäftsführer des Familienunternehmens.

Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2004 bearbeitet Haufe auf der VHC 3 Edelstahlteile in unterschiedlichsten Formen und Größen. Das Stoßen von Mitnehmernuten erfolgt dabei kraftvoll und schrittweise bei Nutbreiten zwischen 5 und 40 mm. Trotz hoher Belastungen arbeitet die Maschine auch nach 21 Jahren immer noch mit der ersten Kugelgewindetrieb-Einheit in der Z-Achse – ein Beleg für die außergewöhnliche Langlebigkeit der Konstruktion.

Die Zusammenarbeit mit AXA besteht bereits seit den späten 1990er-Jahren. Damals investierte das Unternehmen in die erste AXA-Anlage, die heute allerdings nicht mehr im Einsatz ist. Neben der aktuellen VHC 3 ist im Maschinenpark von Haufe derzeit auch eine AXA VPC 40 U mit fünf Achsen in Betrieb. „Insgesamt haben wir sehr gute Erfahrungen mit AXA gemacht. Die Techniker sind stets kompetent, hilfsbereit und freundlich“, so Haufe.

FAQ – Komplettbearbeitung mit AXA-Technologie bei Haufe

  1. Was versteht man unter Komplettbearbeitung in einer Aufspannung? - Bei der Komplettbearbeitung werden mehrere Bearbeitungsschritte wie Fräsen, Bohren und Nutenstoßen ohne Umrüsten nacheinander auf einer Maschine durchgeführt. Das Werkstück bleibt dabei in einer einzigen Spannung fixiert – das spart Zeit und erhöht die Präzision.
  2. Welche Vorteile bietet die VHC 3 von AXA? - Die VHC 3 ermöglicht dank ihrer Schwenkspindel und der speziell entwickelten Werkzeugaufnahme eine flexible Bearbeitung auch bei hohen Kräften. So lassen sich selbst konische Nuten stoßen – mit hoher Wiederholgenauigkeit und minimalem Verschleiß.
  3. Warum ist das Nutenstoßen in der Fertigung von Mischwerkzeugen so anspruchsvoll? - Nutenstoßen erfordert hohe vertikale Kräfte, was zu Verschleiß oder Ungenauigkeit führen kann. Durch die integrierte Lösung in der VHC 3 werden diese Kräfte gezielt abgeleitet, was die Präzision deutlich erhöht.
  4. Wie langlebig ist das eingesetzte Bearbeitungszentrum? - Die VHC 3 ist seit 2004 bei Haufe im Einsatz und zeigt auch nach über 20 Jahren kaum Verschleiß. Selbst die originale Kugelgewindetrieb-Einheit der Z-Achse ist noch in Betrieb – ein Beweis für die robuste Bauweise.
  5. Welche Rolle spielt die Partnerschaft mit AXA für Haufe? - Die langjährige Zusammenarbeit mit AXA hat sich durch praxisnahe Lösungen, technische Kompetenz und zuverlässigen Support bewährt. Sie bildet die Grundlage für kontinuierliche Fertigungsqualität und Innovation im Betrieb.