Kritzner Metalltechnik übernimmt Toleranzringfertigung von Bosch Rexroth
Die Kritzner Metalltechnik GmbH steigt in die eigene Produktion von Toleranzringen ein. Grundlage ist die Übernahme der bisherigen Fertigung von Bosch Rexroth. Seit Anfang 2026 kommen die präzisen Welle-Nabe-Elemente aus Schweinfurt.
Redaktion FERTIGUNGRedaktionFERTIGUNG
Etwa 600 Varianten von Toleranzringen hat die Kritzner Metalltechnik GmbH im Angebot.Manfred Spörl
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Sie sehen unspektakulär aus, ähneln etwa Ausstechförmchen
für gewellte Gebäckplätzchen. Toleranzringe oder Toleranzhülsen sind einfache,
aber präzise Welle-Nabe-Verbindungsstücke zum Einpressen zwischen Lagerbohrung
und Welle.
Toleranzringe wurden vor mehr als einhundert Jahren
erfunden. Einer der führenden Hersteller war bisher der Technologiekonzern
Bosch Rexroth. Bis Ende 2025 fertigte das traditionsreiche Unternehmen
"seine" Toleranzringe am Standort Volkach. Aus strategischen Gründen
suchte man dort nach einer Alternativlösung und fand diese beim langjährigen
Fertigungspartner Kritzner Metalltechnik in Schweinfurt.
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Die Fertigung wurde an die Kritzner Metalltechnik GmbH
übertragen – inklusive Kundenstamm, Vertrieb und Support. Die bisher damit
betrauten Mitarbeitenden haben andere Tätigkeiten bei Bosch Rexroth in Volkach
übernommen. Für einen reibungslosen Übergang wurden dort Kritzner-Mitarbeiter intensiv
in den Herstellungsverfahren geschult. Das Ziel, die bisherige Bosch Rexroth-Produktlinie
ohne Qualitätsverlust bei Kritzner herzustellen, konnte damit erreicht werden.
"Wir wollen, dass der Kunde die gleiche Qualität bekommt, die er bisher
von Bosch Rexroth gewohnt war", sagt Prokurist Manfred Knittel.
Freuen sich auf Aufträge: das „Kritzner-Toleranzring-Team“ Philip Knittel (Vertrieb), Projektleiter Robin Walter, Produktionsmitarbeiter Ingo Franz und Michael Kiesel (von links).Manfred Spörl
Übernahme zum 1. Januar 2026
Seit Jahresbeginn 2026 ist nun die Kritzner Metalltechnik
GmbH als Hersteller von Toleranzringen gelistet und bietet damit ihr erstes
eigenes Produkt an – in der gleichen Qualität gefertigt wie zuvor bei Bosch Rexroth.
Unverändert bleiben auch die Artikelnummern, sodass sich für die Besteller
nichts ändert außer die Bezugsquelle.
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Mindestens eine Mio. Toleranzringe wollen die Schweinfurter
pro Jahr ausliefern. Derzeit umfasst das gesamte Sortiment circa 600 Varianten
mit einem Durchmesser von 5 bis 400 mm. Davon ist etwa die Hälfte im Webshop
verfügbar. Unterschieden werden die Toleranzringe nicht nur nach Größe und Form,
sondern auch nach dem verwendeten Material.
"Im Gegensatz zur bisherigen Praxis können wir
Bestellern einen weiteren Vorteil bieten: die Fertigung von Kleinserien",
erwähnt Manfred Knittel. Damit möchte man Kunden bedarfsgenau bedienen und
Überproduktionen vermeiden.
Für Inhaber und Geschäftsführer Thomas Kritzner sind
Toleranzringe kein Kern-, aber ein hochqualitatives Nischenprodukt. Und es soll
zum Einstiegsprodukt für neue Geschäftsbeziehungen und damit zum Türöffner auch
für andere Fertigungsaufträge werden.
Was sind Toleranzringe? – Toleranzringe sind
Welle-Nabe-Verbindungselemente, die zwischen Lagerbohrung und Welle eingepresst
werden und eine präzise Kraftübertragung ermöglichen.
Warum produziert Kritzner jetzt Toleranzringe? – Kritzner
hat die bisherige Fertigung von Bosch Rexroth übernommen und bietet seit Anfang
2026 erstmals eine eigene Toleranzringe-Produktlinie an.
Ändern sich Artikelnummern der Toleranzringe? – Nein. Die
bestehenden Artikelnummern bleiben unverändert, sodass sich für Besteller nur
die Bezugsquelle ändert.
Wie groß ist das Sortiment der Toleranzringe? – Aktuell
umfasst das Programm rund 600 Varianten mit Durchmessern zwischen 5 und 400 mm.
Welche Besonderheit bietet Kritzner bei Toleranzringen? –
Neben der Serienfertigung ermöglicht das Unternehmen auch die Produktion von
Kleinserien, um Kundenbedarfe flexibler abzudecken.