Mapal: Transformation in Richtung Tempo und Effizienz geht weiter
Mapal konzentriert sich in wirtschaftlich herausfordernden Zeit auf auf die Dinge, die der Werkzeughersteller selbst in der Hand hat: Mit der Verschmelzung der deutschen Gesellschaften hat Mapal das größte organisatorische Projekt der Unternehmensgeschichte umgesetzt. Die internen Prozesse wurden neu ausgerichtet und sollen die Aalener schneller, effizienter und widerstandsfähiger machen.
Dr. Jochen Kress, Geschäftsführender Direktor der Mapal Gruppe: „Das Umfeld war anspruchsvoll und bleibt anspruchsvoll. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir selbst beeinflussen können. Genau das haben wir getan und Mapal konsequent weiterentwickelt."
Mapal
Summary: Mapal hat 2025 die Verschmelzung der deutschen Gesellschaften umgesetzt und die Organisation prozessgesteuert neu ausgerichtet. Die Gruppe erzielte 514 Mio. EUR Umsatz, investierte rund 25 Mio. EUR und sieht erste Effekte bei Tempo, Effizienz und Kundennähe. 2026 erwartet das Unternehmen ein ähnliches Umsatzniveau, will Marktchancen aber schneller nutzen.
Warum die Mapal Transformation an Bedeutung gewinnt
Die industrielle Fertigung steht weltweit unter erheblichem Veränderungsdruck. Geopolitische Spannungen, strukturelle Verschiebungen in wichtigen Industrien, eine schwache Konjunktur in Europa sowie neue Herausforderungen in globalen Lieferketten prägen das Umfeld, in dem Unternehmen agieren. Für Mapal kommen mehrere Entwicklungen gleichzeitig zusammen.
Die Unternehmensgruppe ist stark in Deutschland und Europa verwurzelt, verfügt über eine bedeutende Position in der Automobilindustrie und begleitet Kunden in hohem Maß bei langfristigen Investitionsprojekten. Gerade diese Bereiche standen in den vergangenen Jahren besonders unter Druck. „Wir erleben derzeit keine kurzfristige Marktschwäche, sondern tiefgreifende Veränderungen in vielen für uns relevanten Märkten. Das betrifft wirtschaftliche Rahmenbedingungen ebenso wie technologische Entwicklungen und geopolitische Einflüsse“, erklärt Dr. Jochen Kress, Geschäftsführender Direktor der Mapal Gruppe.
Zusätzliche Unsicherheit entsteht seit dem zweiten Halbjahr 2025 auf den internationalen Rohstoffmärkten. Besonders betroffen sind Hartmetall-Vorprodukte, bei denen Exportbeschränkungen und Preissteigerungen eine Rolle spielen. „Die Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten zeigen, wie wichtig resiliente Lieferketten und langfristige Partnerschaften sind. Versorgungssicherheit wird für die gesamte Branche zu einem noch wichtigeren Thema. Die Mapal Gruppe ist hier aktuell gut aufgestellt und dauerhaft lieferfähig“, sagt Dr. Kress.
Geschäftsjahr 2025 bleibt im Rahmen der Erwartungen
Vor dem Hintergrund dieser Marktveränderungen entsprach das Geschäftsjahr 2025 den Erwartungen. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, erzielte die Mapal Gruppe einen Umsatz von 514 Mio. EUR. Damit lag der Wert rund sieben % unter dem Vorjahr mit 551 Mio. EUR.
Regional zeigte sich ein differenziertes Bild. Während die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und China verhalten blieb und die Automobilindustrie weiterhin von tiefgreifenden Veränderungen geprägt war, entwickelten sich einzelne Märkte in Nord- und Südamerika sowie in Asien robuster.
Zum Jahresende 2025 beschäftigte die Mapal Gruppe weltweit rund 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Anpassung der Personalstruktur erfolgte vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Marktbedingungen. Dabei setzte das Familienunternehmen nach eigenen Angaben auf sozialverträgliche Lösungen und langfristig orientierte Entscheidungen.
Wie Mapal die Organisation neu ausrichtet
Parallel zur Marktentwicklung hat Mapal die eigene Transformation konsequent vorangetrieben. „Das Umfeld war anspruchsvoll und bleibt anspruchsvoll. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auf die Dinge konzentrieren, die wir selbst beeinflussen können. Genau das haben wir getan und Mapal konsequent weiterentwickelt“, betont Dr. Kress.
Mit der Verschmelzung der deutschen Gesellschaften setzte Mapal das größte organisatorische Projekt der Unternehmensgeschichte um. Zugleich wurde die Unternehmensgruppe als prozessgesteuerte Organisation neu ausgerichtet. Standardisierte Abläufe, klar definierte Verantwortlichkeiten und Strukturen sowie durchgängige Prozesse sollen mehr Transparenz, höhere Effizienz und vor allem mehr Geschwindigkeit schaffen.
„Viele dieser Veränderungen haben zunächst im Inneren des Unternehmens stattgefunden und waren nach außen nicht sichtbar. Transformationsmaßnahmen dieser Größenordnung erfordern Zeit, Konsequenz und die Bereitschaft aller, Bestehendes zu hinterfragen. 2025 war für uns vor allem ein Jahr der Umsetzung“, resümiert Dr. Jochen Kress.
Erste Effekte der Mapal Transformation werden sichtbar
Die intensive Arbeit an Strukturen und Prozessen zeigt laut Unternehmen erste Ergebnisse. Die Organisation gewinnt an Geschwindigkeit, Kundenanforderungen werden effizienter umgesetzt. Damit rückt die MAPAL Transformation zunehmend von der internen Neuordnung in die operative Wirkung.
Ein weiterer Meilenstein wurde im Frühjahr 2026 erreicht: Mapal erhielt die TISAX-Zertifizierung auf Assessment Level 3. Die Zertifizierung bestätigt hohe Standards im Bereich Informationssicherheit und erfüllt Anforderungen anspruchsvoller Kunden, insbesondere aus der Automobilindustrie. Zugleich steht sie für die konsequente Weiterentwicklung von Prozessen, Strukturen und Organisation im Rahmen der laufenden Transformation.
Auch in wichtigen Marktsegmenten bestätigt sich die strategische Ausrichtung der vergangenen Jahre. Besonders deutlich zeigt sich dies im Segment Luftfahrt. In den vergangenen zwei Jahren konnte MAPAL den Umsatz im Bereich Aerospace signifikant zweistellig steigern und damit stärker wachsen als der Markt insgesamt. Das Unternehmen hat seine Position in diesem technologisch anspruchsvollen Marktsegment weiter ausgebaut und profitiert von der weltweit hohen Nachfrage in der Luftfahrtindustrie.
Warum Investitionen und Innovationen weiterlaufen
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen setzt Mapal den langfristigen Kurs bei den Investitionen fort. Im Geschäftsjahr 2025 investierte die Gruppe rund 25 Mio. EUR in Standorte, Produktion, Digitalisierung und Zukunftstechnologien. Für 2026 sind Investitionen in gleicher Höhe geplant.
Im Jahr nach dem 75-jährigen Unternehmensjubiläum verbindet Mapal damit die Stärken eines traditionsreichen Familienunternehmens mit einer konsequenten Ausrichtung auf die Anforderungen künftiger Märkte.
Welche Zukunftsmärkte Mapal im Blick hat
Neben etablierten Marktsegmenten beobachtet Mapal weitere industrielle Zukunftsfelder. Dazu zählen Anwendungen im Verteidigungsumfeld sowie industrielle Anwendungen, die durch neue Anforderungen an Sicherheit, Infrastruktur und Energieversorgung entstehen.
Dabei folgt das Unternehmen einem langfristigen Ansatz. Neue Märkte und Technologien werden nach klaren Kriterien bewertet: Sie müssen zu den technologischen Stärken in der Präzisionsbearbeitung passen, ausreichende Marktvolumina und Losgrößen bieten sowie langfristiges Potenzial erkennen lassen.
„Wir beobachten neue Entwicklungen sehr genau und sind technologisch nah an den relevanten Themen. Gleichzeitig investieren wir gezielt dort, wo wir nachhaltige Marktchancen sehen und einen echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen können. Nicht jeder Hype wird automatisch zu einem Markt“, ordnet Dr. Kress ein.
Wie Mapal auf das Geschäftsjahr 2026 blickt
Auch im laufenden Geschäftsjahr 2026 bleiben die Rahmenbedingungen herausfordernd. Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa verläuft weiterhin verhalten. Geopolitische Unsicherheiten, Veränderungen in den globalen Lieferketten sowie die Situation auf den Rohstoffmärkten prägen die Märkte.
Gleichzeitig entstehen durch Investitionen in Luftfahrt, Infrastruktur und weitere Zukunftstechnologien neue Chancen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Mapal einen ähnlichen Umsatz wie im Vorjahr. Dennoch sieht das Unternehmen die Voraussetzungen geschaffen, Marktchancen künftig schneller und konsequenter nutzen zu können.
„Die Herausforderungen in unseren Märkten werden nicht kurzfristig verschwinden. Entscheidend ist deshalb, wie wir auf Veränderungen reagieren. Genau dafür haben wir die Voraussetzungen geschaffen: Wir gewinnen an Geschwindigkeit, erhöhen unsere Schlagkraft und richten uns noch stärker darauf aus, Chancen früher zu erkennen, Entscheidungen in kürzerer Zeit zu treffen und Lösungen schneller zum Kunden zu bringen“, sagt Dr. Jochen Kress.
FAQ zur Mapal Transformation
Was bedeutet die Mapal Transformation? Die Mapal Transformation umfasst die Verschmelzung deutscher Gesellschaften, eine prozessgesteuerte Organisation sowie standardisierte Abläufe und klare Verantwortlichkeiten.
Warum ist die Mapal Transformation wichtig? Sie soll Transparenz, Effizienz und Geschwindigkeit erhöhen, damit Marktchancen schneller erkannt und Kundenanforderungen effizienter umgesetzt werden.
Welche Rolle spielt die Mapal Transformation für 2026? Mapal erwartet 2026 einen ähnlichen Umsatz wie im Vorjahr, sieht durch die Transformation aber bessere Voraussetzungen für schnellere Entscheidungen und mehr Schlagkraft.
Wie wirkt sich die Mapal Transformation auf Kunden aus? Kundenanforderungen sollen effizienter umgesetzt und Lösungen schneller zum Kunden gebracht werden.
Welche Investitionen begleiten die Mapal Transformation? Mapal investierte 2025 rund 25 Mio. EUR in Standorte, Produktion, Digitalisierung und Zukunftstechnologien; für 2026 ist derselbe Betrag geplant.