Schneeberger Norma NGC

Die norma NGC ist eine kompakte Werkzeugschleifmaschine mit einem großen Spektrum an zu schleifenden Werkzeugen. - Bild: fertigung

Die norma-Baureihe besticht durch ihren kompakten Aufbau, die hohe Schleifleistung bei gleichzeitig hoher Werkstückqualität, vielfältige adaptierbare Sonderaufbauten für den Schleifprozess, so dass ein breites Spektrum an Werkzeugen schleifbar ist, eine funktionelle Werkzeugwechseleinrichtung und eine Steuerung, die den Bediener optimal bei Generierung der Schleifprozesse unterstützt.

Maschinenaufbau

Der Aufbau ist eine Guss-Monoblockstruktur an der die Linearachsen angebunden sind. Die Längsachse (X-Achse) mit der darauf aufgebauten Vertikalachse (Z-Achse) verfährt auf einem Schrägbett, ähnlich wie bei der Drehtechnik, was die Abstützung des Schleifdrucks optimiert und speziell beim Schleifen ins Volle seine Wirkung zeigt. Der Monoblock gewährleistet auch eine gute thermische Stabilität, was beim Schleifen unerlässlich ist.

Die Vertikalachse mit dem Schleifkopf (C-Achse) stellt das Herzstück der Maschine dar. Die Schleifspindeln werden bei Schneeberger selbst produziert, sind gekühlt, leistungsstark und steif ausgelegt.

Gute Abstützung für Schleifqualität

Schneeberger norma NGC Schleifspindel
Die A-Achse hat ein hohes Moment von 218 Nm, das auch bei hohen Schleifdrücken für guten Durchzug sorgt. Die Eigenbau-Schleifspindel dreht bis 12 000 min-1 bei 13 kW-Leistung. - Bild: fertigung

Die norma NGC ist in der Lage, beispielsweise die Nuten in den Spiralwerkzeugen durch Einstechen ins Volle zu schleifen. Der Kopf ist für hohe Produktivität im Prozess oder als Doppelschleifkopf installiert und kann optional als Einzelspindel mit 7-fach-Schleifscheibenwechsler ausgeführt werden. Der kurze Hebelarm zwischen dem Wirkpunkt auf der Schleifscheibe und der Lagerung der C-Achse zum Drehpunkt der Achse bedeutet gute Abstützung und eine Voraussetzung für Schleifqualität. Auch die Drehung der Achse wird durch ein mechanisch vorgespanntes Schneckenrad gemacht, steif und nahezu spielfrei.

Der Querschlitten der Y-Achse trägt die Werkstückspannung, die in einem kompakten, steifen Gehäuse eingebaut ist. Den Antrieb des gespannten Werkzeugs übernimmt die A-Achse. Dieser Antrieb ist ebenfalls leistungsstark, mit 218 Nm bringt die Achse das nötige Moment, um bei steigendem Schnittdruck einen Durchzug zu gewähren, der sich positiv auf die Oberflächengüte auswirkt.

Auf Steifigkeit ausgelegt

Das Maschinenbett, die Schlitteneinheiten und auch der Vertikalständer sind konstruktiv mit FEM auf Steifigkeit ausgelegt. Beim Vertikalständer ist auch auf Leichtbau geachtet worden um die bewegten Massen gering zu halten.

Ausschlaggebend für gute Schleifqualität ist ebenfalls das gesamte Kühlsystem. Das Kühlmittel beim Schleifen, die Kühlung des Gehäuses der A-Achse und des Schleifmotors werden auf einem Temperaturniveau gehalten. Im Prozess können durch Messungen über den integrierten 3D-Koordinatenmesstaster, Temperatursensoren im Maschinenbereich und die Sensorik in den Achsantrieben trendbehaftete Abweichungen erkannt werden und entsprechend Kompensationen veranlasst werden.

Arbeitsraum

Im Arbeitsraum ist auf dem Gehäuse der A-Achse ein Abrichtsystem platziert, mit dem die Schleifscheiben abgezogen und profiliert werden.

Die J. Schneeberger AG hat eine hohe Eigenfertigungstiefe mit bis zu 90 Prozent bei mechanischen und elektrischen Baugruppen. Die gesamte Verdrahtung im Schaltschrank wird im eigenen Schaltschrankbau realisiert.

Schneeberger norma NGC Arbeitsraum
Im Arbeitsraum bietet die Maschine viel Platz. Das Schleifen von Walzenfräsern bis Ø 260 und Modul 22 oder Radiusfräsern bis Nutenlänge 420 mm ist möglich. - Bild: fertigung