Mithilfe des Chamfer-Cut-Verfahrens erfolgt das Anfasen der Werkstücke direkt nach dem Wälzfräsen in derselben Aufspannung. Hierfür wird auf den Dorn der Fräseinheit neben dem Wälzfräser auch das Chamfer-Cut-Werkzeug angebracht. - Bild: Emag

Mithilfe des Chamfer-Cut-Verfahrens erfolgt das Anfasen der Werkstücke direkt nach dem Wälzfräsen in derselben Aufspannung. Hierfür wird auf den Dorn der Fräseinheit neben dem Wälzfräser auch das Chamfer-Cut-Werkzeug angebracht. - Bild: Emag

Die modularen Maschinen von Emag sind eine erfolgreiche Maschinenbaureihe, die die verschiedenen Technologien der Emag Gruppe in einem einheitlichen Maschinengrundkörper vereint. Ob Drehen, Schleifen, Induktionshärten oder wie hier das Verzahnen – dank des bekannten Emag-Pick-up-Prinzips ist eine hochautomatisierte und ergiebige Fertigung sichergestellt. Die in jeder modularen Maschine integrierte Pick-up-Automation beinhaltet einen Teilespeicher für Roh-und Fertigteile, von dem sich die Maschine selbst belädt. Dies führt zu sehr kurzen Span-zu-Span-Zeiten von nur wenigen Sekunden. Der vertikale Grundaufbau der Maschine garantiert nicht nur einen optimalen Spänefall, sondern verhindert zudem die Bildung von Spänenestern, was zu gleichbleibender Fertigungsqualität  beiträgt.

Der kompakte, vertikale Aufbau der Maschinen macht sie sowohl als Einzel- oder als Teil einer verketteten Fertigungslösung äußerst attraktiv. Für

Emag VL 4 H

VL 4 H – vertikale Pick-up-Wälzfräsmaschine für Werkstücke bis 200 mm Durchmesser – Bild: Emag

eine einfache Verkettungsmöglichkeit spricht nicht nur die immer gleiche Übergabehöhe zwischen den Automationssystemen der Einzelmaschinen; der abgesetzte Energiecontainer ermöglicht zudem den Einsatz des neuen TrackMotion-Automationssystems von Emag, das speziell für die modularen Maschinen entwickelt wurde. Die direkt hinter dem Arbeitsraum verlaufende Automation sorgt dabei für den Teiletransport und fungiert zudem als Wendeeinheit, was die Flexibilität des Gesamtsystems unterstreicht.

Auf einen Blick

VL 4 H von Emag Koepfer

  • die integrierte Automation über eine Pick-up-Spindel sorgt für kurze Nebenzeiten
  • die Integration in Fertigungssysteme ist optimal vorbereitet. Denkbar ist sowohl ein Konzept mit gerichtetem Teilefluss als auch eine umlaufende Automation
  • geringer Platzbedarf durch kompakten vertikalen Aufbau der Verzahnungsmaschine
  • effiziente und bewährte Emag Koepfer Wälzfrästechnologie für das Verzahnen
  • optional ist die Verzahnungsmaschine mit einem Messtaster für Orientierungsaufgaben oder Post-Prozess-Messung ausrüstbar
  • idealer Spänefall durch vertikalen Aufbau – sehr gut für das Verzahnen mit Trockenwälzfräsern geeignet

Die vertikale Wälzfräsmaschine VL 4 H lässt sich auf eine große Anzahl von Anwendungen konfigurieren. Die Hochleistungsantriebe, die in der Arbeitsspindel wie auch im Wälzfräser eingesetzt

Emag Belader

Das Be- und Entladen der Maschine erfolgt über die Pick-up-Arbeitsspindel. Beim Verzahnen von radförmigen Werkstücken sorgt dieses intelligente System für ein großes Plus bei der Produktivität – die Emag-typische Bauweise macht es möglich.
– Bild: Emag

werden, erlauben hohe Drehzahlen und Drehmomente, die eine schnelle, präzise und damit kostenoptimierte Zahnradfertigung sicherstellen. Die Maschine ermöglicht das Trockenwälzfräsen von Werkstücken mit einem Durchmesser bis zu 200 mm und Modul 4. Das optional erhältliche Messsystem für die Bauteilvermessung kann um eine Sensorik für Orientierungsaufgaben erweitert werden. Es ist außerhalb des Arbeitsraums angeordnet und somit vor Spänen und Schmutz geschützt; bei Bedarf kann es auch ausgefahren werden. So lassen sich nicht nur die Bearbeitungsvorgänge jederzeit anpassen, sondern es wird auch eine lückenlose Dokumentation für die Qualitätssicherung in der Produktion ermöglicht.

Gut zugänglicher Arbeitsraum

Der Arbeitsraum der VL 4 H  ist durch die große Fronttür optimal zugänglich und ermöglicht kurze Rüstzeiten sowie für den Bediener eine ergonomische Arbeitsumgebung. Die Kombination aus leistungsfähigen Antrieben, einer absolut präzise zu steuernden Arbeitsspindel mit Werkzeugaufspannung sowie einem großzügigen Arbeitsraum erlaubt verschiedene Verzahnungsverfahren auf der Maschine. So ist es zum Beispiel möglich mit Hilfe des Chamfer-Cut-Verfahrens, das Anfasen der Werkstücke direkt nach dem Wälzfräsen in derselben Aufspannung umzusetzen. Hierfür wird auf den Fräseraufspanndorn des  Fräskopfes neben dem Wälzfräser auch das Chamfer-Cut-Werkzeug angebracht.

„Mit der VL 4 H haben wir jetzt einen weiteren wertvollen Baustein in unserer Baureihe des modularen Standards, der es uns erlaubt, unseren Kunden die bestmögliche Fertigungslösung für ihre Anwendung anzubieten.“
Jörg Lehmann, Vertriebsleiter Emag Koepfer

Das von Fette entwickelte Chamfer-Cut-Verfahren ist ideal für einen präzisen und kostengünstigen Anfasprozess. „Da bei diesem Verfahren kein Sekundärgrat beziehungsweise keine Materialaufwürfe durch Verformung entstehen, ist dieses Verfahren besonders für Verzahnungen geeignet, die nach dem Härten noch gehont werden“, erklärt Jörg Lohmann, Vertriebsleiter bei Emag Koepfer. Voraussetzung ist allerdings die passende Geometrie des Werkstücks. „Wir haben diese Kombinationsbearbeitung erfolgreich bei der Fertigung von Getrieberädern getestet. Die

Emag VL 4 H radförmige Werkstücke

Die VL 4 H ist für radförmige Werkstücke mit einem Durchmesser bis 200 mm und Modul 4 ausgelegt.
– Bild: Emag

radförmigen Werkstücke weisen meist keinerlei Störkonturen auf, was das Anfasen per Chamfer-Cut ermöglicht. Die Kombinationsbearbeitung von Wälzfräsen und Anfasen in einer Aufspannung auf einer Maschine ist natürlich eine sehr preiswerte Lösung für den Anwender, da er mit nur einer Maschine zwei Fertigungsprozesse auf einmal durchführen kann und dabei auch noch das Werkstückhandling zwischen den Bearbeitungsschritten entfällt. Dadurch können etwa die Durchlaufzeiten verkürzt und Werkstücke schneller für den nächsten Fertigungsschritt zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Lohmann weiter.

Die neue VL 4 H von Emag Koepfer bietet dem Anwender eine Vielzahl von Möglichkeiten – ob als Stand-alone-Maschine für das Verzahnen oder mit der Verfahrenskombination Wälzfräsen/Anfasen oder als Teil einer Fertigungslinie.

Kontakt: Emag GmbH & Co. KG, www.emag.com