Scharfe Schneidkanten. - Bild: tiero - stock.adobe.com

Mit dem SmartSharpening-Prozess von Rollomatic lassen sich auch in Diamant scharfe Schneidkanten schleifen. - Bild: tiero - stock.adobe.com

| von Redaktion Fertigung

Für manche Werkzeugtypen sind CVD-Diamantschichten der ideale Schutz. Allerdings werden durch die Beschichtung die Schneidkanten sehr stark verrundet, und das Werkzeug ist nicht mehr so scharf, wie es die Anwendung vielleicht verlangt. Denn in bestimmten Applikationen sind scharfe Schneiden das Maß der Dinge. „Aber auch nur, wenn das Schärfen praxisorientiert, einfach, produktionstauglich und automatisiert erfolgen kann“, weiß Sven Peter, Produktmanager Laser bei Rollomatic.

Hier kann die LaserSmart 510 punkten: Rollomatic hat einen Prozess entwickelt, der das Schärfen von dicken CVD-Beschichtungen ermöglicht. Dazu erkennt die Maschine µm-genau die Lage der beschichteten Schneidkante, um ihre exakte Form und Position zu bestimmen. „Daraufhin trägt der Laser gerade so viel Beschichtungsmaterial ab, damit die Schneidkante die gewünschte Schärfe erlangt. So wird das Werkzeug scharf, behält aber gleichzeitig seine schützende Beschichtung“, so Peter. Dass die Schärfe der Schneiden sogar im Nachhinein angepasst werden kann, eröffnet Herstellern komplett neue Möglichkeiten bei der Gestaltung ihrer Werkzeuge.

Auf einen Blick: Vorteile LaserSmart 510

  • 450 Prozent höhere Schnittgeschwindigkeiten als konventionelle Laser Maschinen
  • der Laserprozess erzeugt rasiermesserscharfe Schneidkannten mit einem Radius kleiner 1µm
  • völlig freies Programmieren einer definierten Schneidkantenverrundung
  • der Bearbeitungsprozess ist Offset-unabhängig und ohne Bezug auf das aufgelötete PCD-Rohmaterial
  • Oberflächengüte weit über dem heutigen Standard
  • Rundfasen werden in einer Aufspannung mitgefertigt
  • Automatisierungslösungen für Wendeplatten, Werkstückspeicher für HSK63 Aufnahmen und Rundwerkzeuge

Fertigungsprozesse können nie schnell genug ablaufen, weshalb sich die Nutzer über den Zeitgewinn mit der neuen Maschine freuen können: Gegenüber dem Vorgänger LaserSmart 501 ist die Bearbeitungszeit auf der Laser-Smart 510 bis zu 450 Prozent schneller geworden. „Gerade gegenüber herkömmlichen Fertigungsmethoden ist das ein deutlicher Schritt nach vorne: Beim Erodieren oder Schleifen von Metall erreicht man Bearbeitungsgeschwindigkeiten von vielleicht ein mm/min, unser Laser arbeitet bei über fünf mm/min! Das lässt die herkömmlichen Methoden buchstäblich alt aussehen“, findet Peter.

Die scharfe Schneidkante nach der Laserbehandlung. - Bild: Rollomatic
Die scharfe Schneidkante eines CVD-beschichteten Werkzeugs nach der Laserbehandlung. - Bild: Rollomatic

Selbstverständlich dürfen bei diesem Tempo weder die Rechenzeit noch die Programmierdauer zum Flaschenhals werden. Deswegen setzt Rollomatic parallel auf die aktualisierte SmartMachining-Software, mit der sich scharfe Diamantwerkzeuge besonders schnell und einfach konstruieren lassen. „So werden optimale Bearbeitungswege vom Programm vorgeschlagen, visualisiert und kontrolliert. Das erleichtert selbst weniger erfahrenen Anwendern die Programmierung, und dennoch erhalten Fortgeschrittene den vollen Zugriff auf die vielfältigen Möglichkeiten unserer Maschinen. Von diesen Vorteilen profitieren übrigens auch die Nutzer unserer ersten LaserSmart-Generation!“, erläutert Peter.

Ein weiterer Vorteil ist, dass auf der LaserSmart 510 sowohl das Schärfen von Schneidkanten als auch eine effiziente PKD-Bearbeitung erfolgen kann. Somit hat der Rollomatic-Kunde Zugriff auf die für seine Anwendung jeweils passende Technologie und lastet gleichzeitig seine Maschine optimal aus –bei entsprechender Flexibilität. Das macht den Smart-Sharpening-Prozess auf der LaserSmart 510 doppelt attraktiv: Zum einen für reine Hartmetallwerkzeughersteller als auch für Firmen, die sowohl Hartmetall- als auch PKD/CVD-bestückte Werkzeuge produzieren.

Schneidkantenradius und Oberflächenrauheit vor und nach der Bearbeitung. - Bild: Rollomatic
Schneidkantenradius und Oberflächenrauheit vor und nach der Bearbeitung mit SmartSharpening auf der LaserSmart 510 von Rollomatic. - Bild: Rollomatic

Bei der Entwicklung und Konstruktion konnte Rollomatic auf seine jahrzehntelange Erfahrung in der Schleifmaschinenproduktion zurückgreifen. So ist die LaserSmart 510 ein rundum ausgereiftes und zuverlässiges Produkt geworden: Fünf interpolierende Achsen mit Linear- und Servomotoren bilden die Grundlage zur Herstellung von Wendeschneidplatten und Schaftwerkzeugen aus ultraharten Materialien wie PKD, cBN, CVD, MKD oder Naturdiamant. Vier eingebaute Kameras überwachen und bilden alle Vorgänge der Maschine auf der Steuerung ab – vom Roboter bis hin zum Messtaster. Besonders das Einmessen der Werkzeuge läuft wesentlich effizienter und bedienerfreundlicher ab als bisher.

Werkzeuge mit dicken CVD-Schichten sind auf Höchstleistungen in der Zerspanung abrasiver Materialien ausgelegt. Der neue Smart-Sharpening-Prozess von Rollomatic wertet sie zusätzlich auf, indem er ihnen nun auf unkomplizierte und vor allem schnelle Weise extrem scharfe Schneidkanten beschert. Vergleiche mit konventionellen Diamantwerkzeugen zeigen, dass Dickschicht-Werkzeuge eine signifikant höhere Standzeit liefern können. „Und damit entwickeln sie sich zur wirtschaftlichen Alternative zu den oftmals deutlich teureren PKD-Varianten“, resümiert Peter.

Quelle: Rollomatic SA

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