Ohne Luftschleifen: Okamoto steigert Effizienz im Flachschliff
Unproduktive Leerhübe gehören zu den größten Effizienzverlusten im Flachschleifen. Mit MAP Grinding eliminiert Okamoto das sogenannte Luftschleifen erstmals vollständig. Das Ergebnis: bis zu 60 % kürzere Bearbeitungszeiten, geringerer Verschleiß und mehr Prozesssicherheit – auch im mannarmen Betrieb.
Redaktion FERTIGUNGRedaktionFERTIGUNG
Patrick Glasstetter, Head of Service bei Okamoto, erklärt das Prinzip des MAP-Schleifens.KSKOMM
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Beim Flachschleifen bezeichnet
Luftschleifen Bewegungen der Schleifscheibe über dem Werkstück, ohne dass
tatsächlich Material abgetragen wird. Die Maschine arbeitet, verbraucht Energie
und Zeit jedoch ohne produktiven Effekt. Besonders bei großen oder verzogenen
Platten entstehen lange Leerwege, weil zunächst vom höchsten Punkt des
Werkstücks bis zur eigentlichen Bearbeitungszone „heruntergeschliffen“ werden
muss. Die Folgen sind bekannt: verlängerte Bearbeitungszeiten, unnötiger
Scheibenverschleiß, steigende Stückkosten und schwer kalkulierbare
Zykluszeiten. Mit MAP Grinding (Measuring highest point for Air-cut-less Productivity) hat Okamoto nun eine Lösung entwickelt, die das
Luftschleifen erstmals vollständig eliminieren soll.
MAP Grinding: Die erste echte Antwort auf das
Luftschleifen-Problem
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Der taktile Messtaster vermisst das Werkstück.Okamoto
MAP Grinding
basiert auf einem intelligenten Zusammenspiel aus Messtechnik, NC-Logik und
hochpräziser Achsmechanik. Der Prozess läuft vollständig automatisiert ab: Zunächst
vermisst ein taktiler Messtaster das Werkstück selbstständig. Die Maschine
ermittelt dabei die tatsächliche Oberflächengeometrie, fixiert automatisch den
Nullpunkt und identifiziert den höchsten Punkt des Bauteils. Auf dieser Basis
erzeugt die Software ein optimiertes Schleifprogramm.
Der Abtrag
beginnt exakt an diesem höchsten Punkt. Von dort arbeitet sich die Maschine
schrittweise zu den nächsthöheren Bereichen vor, bis schließlich der niedrigste
Punkt erreicht ist. Geschliffen wird ausschließlich dort, wo tatsächlich
Material abgetragen werden muss. Erst wenn alle Höhenunterschiede ausgeglichen
sind, schaltet das System automatisch in den klassischen Pendelschliff über.
Das Ergebnis:
keine Leerwege, kein Luftschleifen, kein unnötiger Zeitverlust. Gerade bei
großen oder verzogenen Werkstücken lassen sich laut Okamoto 40 bis 60 Prozent der bisherigen Bearbeitungszeit
einsparen.
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Technische Voraussetzung: Gesteuerte X-Achse mit
Umlaufspindel
Eine zentrale
Voraussetzung für MAP Grinding ist die präzise Positionierbarkeit des
Maschinentisches. Diese wird durch eine servoelektrisch
gesteuerte X-Achse mit Kugelumlaufspindel realisiert. Die Umlaufspindel
wandelt die Drehbewegung des Servomotors in eine hochgenaue, spielfreie
Linearbewegung um. Dadurch kann der Tisch mikrometergenau positioniert und an
jeder Messposition exakt angehalten werden.
Patrick
Glasstetter, Head of Service bei Okamoto: „Hydraulisch angetriebene Tische sind
für dieses Verfahren ungeeignet. Sie pendeln lediglich hin und her, lassen sich
nicht exakt positionieren und weisen systembedingt Drift und Totzonen auf. Für
die automatisierte Vermessung und die reproduzierbare Abtragsstrategie von MAP
wäre die erforderliche Messgenauigkeit damit nicht erreichbar.“
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Produktivitäts- und Nachhaltigkeitsvorteile
Die
Eliminierung des Luftschleifens wirkt sich unmittelbar auf Effizienz und
Ressourceneinsatz aus. Kürzere Schleifzyklen reduzieren die Maschinenlaufzeit
und senken den Energieverbrauch pro Bauteil. Da nur dort geschliffen wird, wo
Materialabtrag notwendig ist, verringert sich zudem der Scheibenverschleiß.
Auch der Kühlmittelbedarf sinkt, was Betriebskosten und Umweltbelastung
reduziert, verspricht Okamoto. MAP Grinding verbinde damit Produktivitätssteigerung und
Nachhaltigkeit auf intelligente Weise – ein zunehmend wichtiger Faktor in der
industriellen Fertigung.
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iQ-Steuerung: Komplexe Technologie einfach bedient
Die intelligente iQ-Steuerung macht das Programmieren auch für weniger erfahrene Anwender komfortabel.KSKOMM
MAP ist
vollständig in die bewährte iQ-Steuerung von Okamoto integriert. Diese folgt
einem klaren Bedienkonzept: möglichst wenig Text, dafür maximale grafische
Darstellung. Prozessschritte, Messpunkte und Schleifstrategien werden visuell
dargestellt und sind intuitiv nachvollziehbar. Der Vorteil dabei ist nach Herstellerangaben, dass auch
weniger erfahrene Anwender die Maschine in kürzester Zeit sicher bedienen und
produktiv einsetzen können. Aufwendige Programmierkenntnisse oder tiefgehendes
Schleif-Know-how seien nicht erforderlich. In Zeiten des Fachkräftemangels wird
MAP damit zu einem wichtigen Enabler für stabile Produktionsprozesse, so Okamoto.
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Ideal für mannarme Schichten
Durch die
automatische Vermessung, die selbstoptimierende Schleifstrategie und die hohe
Prozesssicherheit eignet sich MAP Grinding besonders für mannarmen Betrieb. Die
Maschine arbeitet reproduzierbar, vermeidet Bedienfehler und liefert konstante
Qualität – auch in Nacht- und Wochenendschichten. Damit wird die
Schleifmaschine vom reinen Bearbeitungszentrum zum autonomen Prozessmodul, das
Ausbringung steigert, ohne zusätzliches Fachpersonal zu erfordern.
Ein Technologiesprung im Flachschleifen
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Patrick
Glasstetter: „Mit MAP Grinding zeigt Okamoto, wie intelligente Messtechnik,
präzise Mechanik und benutzerfreundliche Steuerung zu einem echten Mehrwert
verschmelzen. Das System eliminiert Luftschleifen konsequent, steigert die
Produktivität deutlich und macht hochpräzises Flachschleifen auch unter
schwierigen Rahmenbedingungen wirtschaftlich: Keine 'Luftnummer', sondern ein
klarer Technologiesprung – und ein neuer Maßstab für effizientes,
zukunftssicheres Schleifen.“