Das WZL der RWTH Aachen stellt die Produktion der Zukunft neu auf: Michael Riesener und Wolfgang Boos übernehmen zentrale Lehrstühle am Institut. Sie übernehmen damit die Nachfolge von Prof. Dr.-Ing. Günther Schuh, der Forschung, Lehre und Transfer am WZL über mehr als zwei Jahrzehnte hinweg entscheidend geprägt hat.
Redaktion FERTIGUNGRedaktionFERTIGUNG
Neues WZL-Direktorium v.l.n.r.: Prof. Robert Schmitt, Prof. Michael Riesener, Prof. Wolfgang Boos und Prof. Christian Brecher.WZL
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Summary: Prof. Dr.-Ing. Michael Riesener und Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Boos, MBA übernehmen am WZL der RWTH Aachen neue Führungsrollen. Die Berufungen erfolgen als Nachfolge von Prof. Günther Schuh und erweitern den Bereich strategisch um Produktionssystematik und Produktionsmanagement. Ziel ist es, Forschung, Lehre, Transfer und industrielle Anwendung für die Produktion der Zukunft enger zu verzahnen.
Wie stellt sich das WZL für die Produktion der Zukunft auf?
Am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen beginnt ein neues Kapitel. Mit Prof. Dr.-Ing. Michael Riesener und Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Boos, MBA übernehmen zwei Persönlichkeiten Verantwortung, die das Institut über Jahre geprägt haben und seine künftige Entwicklung maßgeblich mitgestalten sollen.
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Wie aus der Mitteilung des WZL hervorgeht, steht die Berufung der beiden Professoren für Kontinuität und Aufbruch zugleich. Beide waren langjährige Wegbegleiter des Instituts und ehemalige geschäftsführende Oberingenieure. Gemeinsam treten sie die Nachfolge von Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Günther Schuh an, der Forschung, Lehre und Transfer am WZL über mehr als zwei Jahrzehnte entscheidend geprägt hat.
Um den wachsenden und komplexer werdenden Anforderungen der Industrie gerecht zu werden, wird der Bereich strategisch erweitert. Prof. Michael Riesener übernimmt den Lehrstuhl für Produktionssystematik. Prof. Wolfgang Boos leitet künftig den neuen Lehrstuhl für Produktionsmanagement.
Michael Riesener übernimmt Produktionssystematik
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Prof. Michael Riesener, gebürtiger Aachener und ausgewiesener Forscher im Bereich Produktions- und Innovationsmanagement, kehrt an das WZL zurück. Er bringt wissenschaftliche und praktische Erfahrung in seine neue Rolle ein.
Riesener studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau an der RWTH Aachen sowie an der National University of Singapore. Anschließend promovierte er am WZL mit Auszeichnung. Bis 2024 war er als geschäftsführender Oberingenieur am Lehrstuhl für Produktionssystematik tätig.
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Seitdem leitet er das Forschungsgebiet Deep Tech Innovation der RWTH Aachen. Zudem ist er Geschäftsführer der RWTH Innovation GmbH und Rektoratsbeauftragter für Translation an der RWTH Aachen. In diesen Funktionen stärkt er die Verbindung zwischen Wissenschaft und industrieller Anwendung. Zusätzlich wird er künftig den Bereich Technologiemanagement am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT verantworten.
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Seine wissenschaftliche Arbeit wurde unter anderem mit der Otto-Kienzle-Gedenkmünze der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik ausgezeichnet. Die Auszeichnung gilt als sichtbares Zeichen für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Produktionsforschung.
Warum steht Rieseners Berufung für industrielle Praxisnähe?
Riesener verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit einem klaren Blick auf industrielle Anwendungen. Sein Ansatz betrachtet Produktionssysteme ganzheitlich und integriert Technologie-, Innovations- und Produktionsmanagement sowie Fabrikplanung.
Im Mittelpunkt steht die Produktion als komplexes Zusammenspiel von Technologie, Mensch und Organisation. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in wirksame industrielle Anwendungen zu überführen.
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„Die Produktion in Europa steht vor einem tiefgreifenden Wandel und genau darin liegt ihre Chance“, sagt Riesener. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der gesamten RWTH Aachen an interdisziplinären Lösungen zu forschen und Impulse für eine zukunftsfähige Industrie zu setzen.“
Mit Prof. Wolfgang Boos gewinnt die RWTH Aachen eine Persönlichkeit, die wissenschaftliche Exzellenz und unternehmerische Praxis verbindet. Nach einer Ausbildung zum Werkzeugmechaniker studierte Boos Maschinenbau mit Schwerpunkt Produktionstechnik an der RWTH Aachen.
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Er promovierte am WZL mit Auszeichnung und übernahm dort früh Verantwortung als geschäftsführender Oberingenieur unter Prof. Günther Schuh. Parallel absolvierte er einen Executive MBA für Technologiemanager an der Universität St. Gallen. Zudem sitzt er in diversen Beiräten von Unternehmen und Forschungsvereinigungen.
Seine Berufung steht, ähnlich wie bei Michael Riesener, für eine organische Weiterentwicklung des Instituts. Bewährte Tradition und zukunftsweisende Impulse sollen dabei miteinander verbunden werden.
Boos übernimmt den Lehrstuhl für Produktionsmanagement. Er bringt weitreichende Expertise aus Forschung, Technologietransfer und industrieller Praxis ein. Prägende Rollen hatte er unter anderem als Geschäftsführer des FIR e. V. an der RWTH Aachen, als Leiter des Clusters Smart Logistik auf dem RWTH Aachen Campus sowie als Gründer der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie GmbH.
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Wie wird Produktionsmanagement am WZL weiterentwickelt?
Boos steht für eine Generation von Ingenieuren, die Produktion ganzheitlich betrachtet: digital, vernetzt und nachhaltig. Seine Arbeit zeigt laut Mitteilung, wie innovative Konzepte erfolgreich in die industrielle Anwendung überführt werden können.
„Wir erleben gerade eine fundamentale Transformation der Produktion – die Zukunft der Produktion muss nicht nur effizient, sondern auch resilient und kreislauforientiert sein,“ so Boos. „Ich freue mich darauf, am WZL die datengestützten Konzepte dafür in die industrielle Praxis zu überführen.“
Mit der Neubesetzung der Lehrstühle will das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen seine Position als führende Forschungseinrichtung im Bereich Produktionstechnik weiter ausbauen. Gleichzeitig soll die Ausbildung von Studierenden sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern gestärkt werden.
Sie sollen künftig von der engen Verzahnung von Forschung, industrieller Praxis und unternehmerischem Denken profitieren. Damit richtet das WZL zentrale Bereiche seiner Forschungs- und Transferarbeit auf die kommenden Anforderungen der Industrie aus.
„Mit den Neuberufungen setzen wir auf Persönlichkeiten, die unsere Werte weitertragen und gleichzeitig neue Impulse setzen“, sagt Prof. Dr.-Ing. Christian Brecher, geschäftsführender Direktor am WZL.
Mit Riesener und Boos stellt sich das WZL für die kommenden Jahre neu auf: mit klarer Haltung, fundierter Expertise und dem Anspruch, die Produktion der Zukunft aktiv mitzugestalten.
Quelle: WZL, bearbeitet von: Annika Ostermeier
FAQ: WZL und Produktion der Zukunft
Was bedeutet die Neubesetzung am WZL für die Produktion der Zukunft? Das WZL erweitert seine Lehrstuhlstruktur und stärkt die Bereiche Produktionssystematik und Produktionsmanagement.
Wer übernimmt am WZL Aufgaben für die Produktion der Zukunft? Prof. Michael Riesener übernimmt den Lehrstuhl für Produktionssystematik, Prof. Wolfgang Boos den neuen Lehrstuhl für Produktionsmanagement.
Warum ist das WZL für die Produktion der Zukunft relevant? Das Institut verbindet Forschung, Lehre, Transfer und industrielle Anwendung im Bereich Produktionstechnik.
Welche Rolle spielt Produktionsmanagement am WZL künftig? Produktionsmanagement soll datengestützte Konzepte stärker in die industrielle Praxis überführen.
Wie wird die Produktion der Zukunft am WZL verstanden? Sie wird als Zusammenspiel von Technologie, Mensch, Organisation, Effizienz, Resilienz und Kreislauforientierung betrachtet.