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Die Chr. K. Siebenwurst Modellbau und Formenbau GmbH & Co. KG wurde vor 117 Jahren geründet und ist mittlerweile zu einem renommierten Systemlieferanten im Werkzeug- und Formenbau avanciert. Mit einem Jahresumsatz von rund 50 Mio. Euro gehört Siebenwurst weltweit zu den Top Five der Branche. Das Traditionsunternehmen stellt mit 386 Mitarbeitern am Standort Dietfurt sowohl Spritzgusswerkzeuge, Druckgussformen, Pressformen wie auch Design-Modelle her. Siebenwurst bietet die gesamte Prozesskette von der Methodenplanung bis hin zur Fertigung und anschließdender Werkzeugübergabe an. Ein institutionelles Prozess-Management optimiert alle Abläufe mit dem Ziel der Standardisierung. Ein wichtiger Punkt ist das Service-Geschäftsmodell „Tooldoctors“ zur Wartung und Reparatur von Eigen- und Fremdwerkzeugen. Das Unternehmensleitbild „Wir sind der kompetenteste Problemlöser für unsere Kunden vom Designmodell bis in die Serienproduktion“ ist bei Siebenwurst gelebte Firmenphilosophie, die sich in den verschiedenen Prozessen im Unternehmen widerspiegelt.

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Vom einfachen Werkzeugausgabeautomaten mit der Funktionalität eines Getränkeautomaten (rechts) zum optimalen Werkzeugaus-gabesystem StoreManager von Arno liegen Welten.

Hohe Ansprüche an das System
Nicht ohne Grund stellt das Unternehmen auch beim Thema Werkzeugverwaltung hohe Ansprüche an das gesamte Toolmanagement. Als es vor zwei Jahren galt, die internen Abläufe bei der Werkzeugverwaltung zu optimieren, haben sich Andreas Wolfsteiner, Leitung Materialwirtschaft und Einkauf bei Siebenwurst, und Martin Neger, Leitung Logistik, nach einem geeigneten Werkzeugverwaltungssystem am Markt umgesehen. Es galt, das bisherige Werkzeugausgabesystem, welches quasi die Funktionalität eines „Getränkeautomaten“ hat, in ein vollwertiges Logistiksystem mit voller Anbindung an das ERP-System zu erweitern.

Meine Meinung

Arno weiß, was Anwender wünschen. Der Hersteller von Standard- und Sonderwerkzeugen kennt die Bedürfnisse seiner Kunden aus dem Effeff. In enger Zusammenarbeit mit ihnen erfährt der StoreManager eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Tobias Breitling ist ein kompetenter Ansprechpartner und Problemlöser, wenn es ums Thema Toolmanagement geht. Er hat immer eine passende Lösung parat und begleitet die Anwender kompetent vor Ort.
Jürgen Gutmayr, Redaktion fertigung

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Tobias Breitling, Arno Werkzeuge; Andreas Wolfsteiner, Siebenwurst Modellbau & Formenbau; Dieter Haag, Arno Werkzeuge; Martin Neger, Siebenwurst Modellbau & Formenbau (von links nach rechts). Bilder: fertigung

„Zu- und Abgänge am Automaten müssen direkt an unser ERP-System gemeldet werden“, bringt Neger die Anforderungen auf den Punkt, „so dass wir stets einen korrekten Bestandsüberblick haben.“ 284 unterschiedliche Werkzeuge, 1260 Einzelwerkzeuge – insgesamt aktuell 2160 Werkzeuge gilt es bei Siebenwurst zu verwalten. Mit einem Werkzeugverbrauch von knapp einer Mio. Euro im Jahr also ein komplexer Prozess, der höchste Anforderungen an das geforderte System stellt.

Fündig wurden die Verantwortlichen bei Arno Werkzeuge, die mit dem StoreManager ein Werkzeugausgabesystem im Portfolio haben, das Tools wirtschaftlich verwaltet und sich zugleich auch rechnet.

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Martin Neger, Logistikleiter bei Siebenwurst, bei der Entnahme eines Werkzeugs. Neger war zudem Projektleiter bei der Einführung des Systems.

Bei der Einführung standen ihnen Tobias Breitling, Produktmanager Werkzeugverwaltungssysteme bei Arno Werkzeuge, und Dieter Haag, Technische Beratung und Verkauf, zur Seite. Von der Idee bis zur Umsetzung dauerte es bei Siebenwurst nicht einmal ein Jahr! Seit Herbst 2013 ist der Automat in Dietfurt in Betrieb und hat sich bestens bewährt. Ein entscheidender Vorteil zu anderen Systemen am Markt ist die optimale Schnittstellenanbindung.

Zwei Toolmanager mit entsprechenden Administratorenrechten sowie drei Einkäufer aus der Logistik haben heute die Werkzeugverwaltung rund um den StoreManager bei Siebenwurst in ihrem Blickfeld. Zwei mal täglich wird eigenständig vom System ein Entnahmeprotokoll via E-Mail an das Toolmanagement geschickt. Und alle fünf Minuten wird der Bestand automatisch überprüft. Detailliert wird aufgelistet, wer zu welchem Zeitpunkt welches Werkzeug entnommen hat. Somit ist der Bestand zu jedem Zeitpunkt transparent. „Wir können durch das Entnahmeprotokoll auch einen erhöhten Werkzeugverbrauch ermitteln und uns dann mit dem Fertigungsleiter über etwaige Probleme kurzschließen“, erklärt Neger die Vorzüge des StoreManagers.

Auf einen Blick

StoreManager Arno Werkzeuge

  • der StoreManager kann individuell auf die Bedürfnisse abgestimmt werden
  • Ausstattung mit bis zu 2160 Fächern
  • 4 Fächergrößen stehen zur Auswahl
  • mit 14 Euro pro rücklagerbarem Fach, eines der günstigsten Systeme am Markt
  • Zugriffskontrolle durch Login
  • System aus der Praxis – leichte und durchdachte Bedienung über Touchscreen
  • gesicherte Einzelentnahme
  • transparente Verwaltung

 

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Der Karussellaufbau sichert den schonenden Umgang mit den empfindlichen Werkzeugen.

System aus der Praxis
Als Hersteller von Zerspanungswerkzeugen zum Drehen, Bohren, Fräsen und Stechen weiß Arno Werkzeuge genau, welche Ansprüche erfüllt werden müssen. Wie durchdacht der StoreManager ist, zeigt allein schon der Aufbau des Werkzeugautomaten. Der Karussellaufbau sichert den schonenden Umgang mit den empfindlichen Werkzeugen. Bei anderen Systemen werden die Werkzeuge zum Beispiel mit Spiralen befördert und fallen auf die Ausgabefläche. Das kann zu Schäden am Werkzeug führen. Wahlweise kann der StoreManager von Arno beim Ausgabevorgang nur ein Werkzeug ausgeben, so dass eine hundertprozentige Lagerkontrolle gesichert ist. Dank des platzsparenden Aufbaus mit einer Stellfläche von nicht einmal 1,5 m² und einer Kapazität von bis zu 2160 Einzelfächern kann er nicht nur für viele gleiche Güter genutzt werden, sondern auch C-Teile mit sehr niedrigen Fachkosten günstig verwalten. Der Werkzeugautomat organisiert mit seiner praxisorientierten Bedienung zusätzlich auch Messwerkzeuge, die in einem hinterlegten Intervall geprüft werden müssen. „Maschinenstillstände, Suchzeiten und umständliche Bestellprozesse gehören der Vergangenheit an“, betont Breitling. Aus vier verschiedenen Fachgrößen kann der Anwender nach seinen Bedürfnissen einen individuellen Werkzeugautomaten ohne Mehrkosten zusammenstellen. Außerdem lässt sich die Menüstruktur an die Wünsche des Anwenders einfach anpassen. Dank des mitgelieferten Barcodescanners ist eine Auslagerung in Sekundenschnelle erledigt, unnötige Übertragungsfehler wie bei der manuellen Eingabe sind passé.

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Aus vier verschiedenen Fachgrößen lässt sich der StoreManager konfigurieren.

Bei Siebenwurst werden übrigens ab Durchmesser 6 mm alle Werkzeuge nachgeschliffen und beschichtet. Bei der Ausgabe werden diese zuerst ausgegeben. Meldet sich ein Maschinenbediener mit seiner Karte am StoreManager an, bekommt er im Normalfall kein neues Tool. Administratorenrechte haben bei Siebenwurst fünf Mitarbeiter: die beiden Toolmanager sowie drei Mitarbeiter aus Logistik und Einkauf.

Schnittstellenanbindung inklusive
Breitling bringt es auf den Punkt: „Durch die individuellen Zahlungsmodelle rechnet sich die Investition in den StoreManager. Er amortisiert sich schon innerhalb von etwa zwei Jahren.“

Siebenwurst hat das Werkzeugverwaltungssystem inklusive Wartungsvertrag gekauft. Somit wurde auch die komplette Schnittstellenanbindung von Arno Werkzeuge übernommen. Neger zeigt sich begeistert von dessen Leistung und der Flexibilität des Programmierens. „Die Bidirektionalität dieser Lösung hat uns überzeugt“, meint Wolfsteiner. „Unsere Wünsche wurden perfekt aufgenommen und umgesetzt.“

Wolfsteiner und Neger sind vom StoreManager überzeugt und halten es als eines der besten Systeme am Markt. „Unsere Lagerbestände stimmen seit dem wir den StoreManager haben immer“, bekräftigt Neger. Zudem ergeben sich daraus auch nützliche Nebeneffekte. „Auf eine Inventur können wir heute verzichten“, zieht Wolfsteiner sein Fazit. „Das spart Zeit und Kosten!“