Bild:  tunedin - Fotolia

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Unterschiedlichste Formen und Materialien wie HSS, Hartmetall, Cermet, CBN und PKD bestimmen heute den Werkzeugmarkt und belegen damit einen hohen Kostenfaktor. Dieser wird noch durch spezielle Beschichtungen gegen Verschleiß erhöht. Einsparungen und Verbesserungen in diesem Bereich haben dementsprechend einen erheblichen Einfluss auf das Betriebsergebnis.

Doch neben den direkten Anschaffungskosten für Präzisionswerkzeuge fallen auch erhebliche indirekte Kosten an. Lieferantenbetreuung, Beschaffungskosten, Bestandskontrolle,

Marius Halek, Picard

NC-Programmierer Marius Halek, bei Picard verantwortlich für Zerspanungswerkzeuge, ist von der hohen Werkzeugverfügbarkeit des Kromi-Werkzeugausgabesystems KTC überzeugt.

Wareneingang, Lagerhaltung und Werkzeugausgabe sind Beispiele für die damit verbundenen nicht produktiven Tätigkeiten. Gerade in der Produktion ist die Anzahl der Mitarbeiter, die sich mit dem Thema Werkzeuge befassen, überdurchschnittlich hoch.

 

Einsparungspotenzial im Fokus

Bereits Ende der 90er-Jahre erkannten die Verantwortlichen bei Carl Aug. Picard das Problem und suchten eine praktikable Lösung. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in der Fertigung einen Jahresverbrauch von 32 000 Wendeschneidplatten, über 500 Bohrern, gut 1000 Fräsern und knapp 2000 Gewindebohrern. Das Einsparpotenzial im Fokus, wurden in enger Zusammenarbeit von Einkauf und Produktion die wesentlichen Voraussetzungen für die Einführung des Tool-Managements formuliert.

Kromi  KTC

Carl Aug. Picard konnte in den ersten sechs Jahren nach Einführung des KTC bereits Einsparungen in siebenstelliger Höhe erzielen.

Hauptanforderungen waren eine Herstellerunabhängigkeit, 24-h-Vollversorgung ohne eigenes Lager und volle Kostentransparenz. Außerdem sollte durch den Outsourcing-Partner eine kontinuierliche Prozessoptimierung der Zerspanung an den Maschinen erfolgen. Nach einer Analyse des Marktes fiel die Entscheidung für das Angebot der Kromi Logistik AG, die als einziger alle Anforderungen einer Full-Service-Lösung erfüllen konnte.

Über einen vollautomatischen Werkzeugausgabeautomaten, dem Kromi Tool Center (KTC), garantiert der Hersteller die geforderten Verfügbarkeiten bis zu 100 Prozent. Alle Entnahmen werden dabei online erfasst und

Bestandsveränderungen automatisch durch Nachlieferung ausgeglichen, bei Bedarf sogar im 24_h-Service rund um die Uhr.

Produktionsstillstände durch fehlende Fertigungshilfsmittel sollen damit der Vergangenheit angehören. Gleichzeitig liefert das KTC jederzeit aussagekräftige Kennzahlen über den Verbrauch und die daraus resultierenden aktuellen Kosten pro Bauteil. Alle 10 min werden im Rahmen des Kromi Controlling aktuelle Kennzahlen zum Werkzeugverbrauch ermittelt.

 

Kosten sparen via Outsourcing

Für den Teilefertiger Carl Aug. Picard bringt das Outsourcing neben der damit verbundenen Konzentration auf eigene Kernkompetenzen neben den Vorteilen für die Lieferkette auch eine deutliche Kosteneinsparung. So konnten nach Einführung des KTC im Januar 2000 bereits nach den ersten sechs Jahren Einsparungen in siebenstelliger Höhe erzielt werden.

Voraussetzung für einen langfristigen Erfolg der Lösung ist jedoch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Anwender und Lieferant, um lösungsorientiert arbeiten zu können. Von Beginn an setzten die Verantwortlichen von Kromi

Werkzeugausgabesystem

Für einen Auftrag stehen immer die richtigen Werkzeuge parat, abgerechnet wird nach Werkzeugverbrauch.

und Picard auf ein kompetentes Team aus Einkauf, Produktion und Lieferant, das den gesamten Prozess gemeinschaftlich steuert.

Das Ergebnis ist überzeugend, beschreibt Marius Halek, bei Picard verantwortlich für Zerspanungswerkzeuge: „Gab es bei den Wendeschneidplatten vor Einführung des Tool-Management-Systems noch knapp 20 Lieferanten mit etwa 400 verschiedenen Typen, so sind es heute gerade noch 137 Typen von 15 Herstellern, die nunmehr nur von einem einzigen Lieferanten bereitgestellt werden.“

Zudem berechnet Kromi alle aus dem mittlerweile fünf Schränke umfassenden KTC entnommenen Produkte nach dem tatsächlichen Verbrauch in einer Monatsrechnung. Auch aus finanzieller Sicht rechnet sich das Outsourcing, da es bei wechselnden oder schwankenden Verbräuchen keinerlei Lager- und Bestandskosten für eventuell nicht benötigte Werkzeuge gibt.

Und da die Mitarbeiter in der NC-Programmierung und die Maschinenbediener bereits früh in den Prozess mit eingebunden wurden, haben sie sich schnell an das neue Ausgabesystem gewöhnt. Auf den elektronischen Werkzeugkatalog und die Kostentransparenz in der Fertigung möchte niemand mehr verzichten.

Kontakt: Carl Aug. Picard GmbH, www.capicard.de
Kromi Logistik AG, www.kromi.de
AMB Halle 1, Stand I36