Visualisierung simultaner Operationen. - Bild: Solidcam

Die Visualisierung simultaner Operationen in einem einzigen Fenster ermöglicht eine bessere Abstimmung der Programme mit kürzeren Zykluszeiten. - Bild: Solidcam

In den letzten Jahren zeichnet sich ein rasanter Trend hin zu modernen mehrkanaligen CNC-Langdrehmaschinen und komplexen Drehfräszentren ab. Der Ansatz „alles in einem“ ermöglicht die Fertigung äußerst komplexer Teile in einer einzigen Aufspannung.

Viele Werkstätten nutzen jedoch nicht die volle Kapazität ihrer Maschinen aus, da diese schwierig zu programmieren sind und CAM-Systeme bisher nur langsam Fortschritte bei der Unterstützung dieser speziellen Maschinen gemacht haben. Das führt dazu, dass Aufträge mit höheren Stückzahlen auf den teuren Drehfräszentren und Langdrehern ineffizient und mit unnötig langen Zykluszeiten ausgeführt werden.

Mit ihrem intelligenten iMachining Werkzeugweg-Generator haben die Entwickler von Solidcam eine Antwort auf diese Situation. Dieser schützt und treibt selbst kleinste Werkzeuge auf modernen Drehfräszentren und CNC-Langdrehmaschinen effizient an. Das CAM-System kombiniert fortschrittliche Multitasking-Programmierfunktionalität, integrierte Kanalsynchronisation bei der Simulation und modernste Fräsfunktionen, die alle in eine 3D-CAD-Modellierungsplattform integriert sind.

So können Werkstätten einfacher und schneller produktionsreife Programme für ihre Teile erstellen. Darüber hinaus sorgen Verbesserungen in der Verwaltung simultaner Operationen sowie effizientere Fräsroutinen für kürzere Zykluszeiten. Wie das genau funktioniert, lesen Sie im Folgenden.

CAM-System. - Bild: Solidcam
Das CAM-System kombiniert unter anderem fortschrittliche Multitasking-Programmierfunktionalität. - Bild: Solidcam

Bereits bei der 3D-Modell-Erstellung Probleme lösen

Emil Somekh, CEO und Gründer von Solidcam, sieht in der Möglichkeit, innerhalb der gängigen CAD-Systeme Solidworks und Autodesk Inventor arbeiten zu können, einen der wichtigsten Vorteile von Solidcam. So stehen den Betrieben kompromisslose Modellierungsmöglichkeiten zur Verfügung und sie können Probleme, wie sie während der Dateiübertragung mit eigenständigen CAD- und CAM-Systemen auftreten, bereits während der 3D-Modell-Erstellung beseitigen.

Der Anwender kann zwischen Konstruktionsiterationen hin und her wechseln und dabei Werkzeugbahnen erstellen, die dank ihrer vollen Assoziativität mit dem aktualisierten CAD-Modell automatisch angepasst werden.

Im CAM-Programmierprozess werden die Konsequenzen dieser Philosophie noch deutlicher. Bei vielen CAM-Systemen muss der Programmierer jeden einzelnen Bearbeitungsjob in einem Multitask-Programm erstellen und warten, bis die vollständige Simulation in einer anderen Anwendung sichtbar wird. Bei Solidcam ist die Simulation vollständig in den Programmierprozess integriert.

Simulation ist vollständig in den Programmierprozess integriert

Bei vielen CAM-Systemen muss der Programmierer Schritt für Schritt ein Mehrkanalprogramm erstellen und dann warten, bis er in einer anderen Anwendung die vollständige Simulation betrachten kann. In Solidcam ist die Simulation vollständig in den Programmierprozess integriert.

Eine vollständige Visualisierung der Maschinenvorschau bei jedem Programmierschritt ermöglicht in Solidcam die schnelle, sichere und effektive Erzeugung verifizierter NC-Codes. Und auch in puncto Simulation bewegt sich Solidcam auf einem höheren Level, da die Kanalsynchronisation während des gesamten Programmierprozesses simuliert werden kann.

So kann der Programmierer die gleichzeitige Ausführung mehrerer Operationen leichter abstimmen und schon ab dem ersten Teil effizientere Programme generieren, Kollisionen vermeiden und eine perfekte Ausgabe erzielen und es lassen sich in kürzester Zeit sichere und effiziente Programme selbst für komplexeste Teile erstellen.

Das sind die Vorteile des iMachining

  • höhere Z-Zustellung für wesentlich weniger Bahnen
  • optimale, maximale Vorschübe & Drehzahlen sorgen dauerhaft für höchste Effizienz des Werkzeugs
  • Restmaterial- (exakte Restmaterialbeseitigung) und Schlichtbearbeitungsjobs eliminieren Luftschnitte und überflüssige Rückfahrbewegungen. So wird sichergestellt, dass nur überschüssiges Material abgetragen wird
  • weniger Maschinenverschleiß - längere Maschinenlaufzeit, weniger Wartungskosten und längere Lebensdauer der Maschine

Die Anforderungen an Frästeile, wie sie bislang auf Drehzentren gefertigt werden, werden zusehends anspruchsvoller und es wird immer wichtiger, komplexe Fräsoperationen effizient auszuführen zu können. Multitasking-Maschinen sind teuer und haben in der Regel keine große Werkzeugkapazität. Um das meiste aus ihren Investitionen herauszuholen, brauchen Werkstätten die Möglichkeit, Bearbeitungszeiten zu verkürzen und gleichzeitig die Werkzeugstandzeit so weit wie möglich zu verlängern.

iMachining hat enorme Auswirkungen auf Bearbeitungszeit und Werkzeugstandzeit

Genau hier kommt die iMachining-Technologie von Solidcam ins Spiel. Somekh bestätigt, dass iMachining die Bearbeitungszeit um 70 Prozent und mehr reduzieren und die Werkzeugstandzeit um das 10-fache erhöhen kann. Eine große Behauptung, aber funktioniert das auch?

iMachining ist eine hocheffiziente Fräs-Strategie für die Reduzierung von Zykluszeiten unter Einsatz von Vollhartmetallfräsern, kleinen seitlichen Zustellungen, schnelleren Vorschubraten und höheren axialen Zustelltiefen. Der Schlüssel für ein höchstmögliches Zeitspanungsvolumen liegt in der Erzeugung optimierter, spiralförmiger Werkzeugbahnen mit variablen Schnittwinkeln und Vorschüben an jedem Punkt der Werkzeugbahn, was eine gleichbleibende Werkzeugbelastung zur Folge hat. So werden Belastungsspitzen vermieden, wie sie auftreten, wenn sich der Materialeingriff abrupt ändert, wie etwa beim Einfahren eines Werkzeugs in die Ecke einer Tasche.

Ohne diese Technologie müssen die Vorschübe an den ungünstigsten Belastungsszenarien ausrichtet werden, wodurch sich die Zykluszeiten unnötig verlängern. Darüber hinaus führt eine konstante Belastung auf den Fräser zu wesentlich geringeren Vibrationen, was wiederum eine drastische Erhöhung der Werkzeugstandzeit und bessere Oberflächengüte zur Folge hat.

Der iMachining Assistent. - Bild: Solidcam
Der iMachining Assistent von Solidcam berechnet automatisch die optimalen Vorschübe und Geschwindigkeiten. - Bild: Solidcam

iMachining verfügt über eine eingebaute Intelligenz

Nur der iMachining Assistent von Solidcam berechnet automatisch die optimalen Vorschübe und Geschwindigkeiten unter Berücksichtigung von Schneidwerkzeug, Rohmaterial und Leistungsdaten der CNC-Maschine und garantiert so den Erfolg schon beim ersten Teil – ohne Versuch und Irrtum. iMachining verfügt über eine eingebaute Intelligenz, um den effizientesten Fräsbahnverlauf für jedes Teilgeometriemerkmal sicherzustellen. Dank eines hocheffizienten Prozesses kann 3D iMachining bei komplexen 3D-Formen mehrere Standard-Schruppbearbeitungen mit einem einzigen Klick ersetzen.

Michael Leditzky, Geschäftsleitung Technik bei Solidcam, erklärt: „Ein wichtiger Faktor für die erfolgreiche Implementierung der Solidcam-Lösung ist der fortschrittliche technische und Postprozessor-Support unseres erfahrenen Teams.“

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Solidcam für mehrachsige Langdrehmaschinen und multifunktionale Drehfräszentren eine Vielzahl an technologischen Verbesserungen vereint und dadurch den gesamten Programmierungsprozess bei diesen komplexen Maschinen optimiert.

Quelle: Solidcam GmbH

Kostenlose Registrierung

Newsletter
Bleiben Sie stets zu allen wichtigen Themen und Trends informiert.
Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.

Ich habe die AGB, die Hinweise zum Widerrufsrecht und zum Datenschutz gelesen und akzeptiere diese.

*) Pflichtfeld

Sie sind bereits registriert?