Studer stärkt 2025 Marktanteile und setzt auf Innovation
Mit Innovationen wie der Universal-Rundschleifmaschine S23, Rekorden im Servicegeschäft und starken Impulsen aus der Luft- und Raumfahrt behauptet das Schweizer Technologieunternehmen für Präzisions-Rundschleifmaschinen 2025 seine Marktposition – und stellt die Weichen für weiteres Wachstum.
Redaktion FERTIGUNGRedaktionFERTIGUNG
Die Führungsriege von Studer berichtete auf der Jahrespressekonferenz Anfang Februar von der Unternehmensentwicklung im Jahr 2025. Von links nach rechts: Stephan Stoll - COO, Sandro Bottazzo – CEO, Daniel Huber - CTOStuder)
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"Das
Jahr 2025 war geprägt von herausfordernden Märkten und geopolitischen
Unsicherheiten. Dennoch haben wir unsere Erwartungen übertroffen und sind
gestärkt aus dieser Phase hervorgegangen", sagte CEO Sandro Bottazzo.
Der Gesamtumsatz lag leicht
unter dem Vorjahr – er übertraf dank eines starken Jahresabschlusses jedoch die
Erwartungen. Durch die hervorragende Marktpositionierung erzielte Studer trotz
zolltechnischer Herausforderungen einen guten Umsatz in Nordamerika. Ebenfalls positiv
und über dem Vorjahr war das Resultat in Asien, allen voran in China. Auch beim
Maschinen-Auftragseingang konnte Studer das Vorjahr übertreffen. Erfreulich war
zudem der mit 44 % hohe Anteil an Neukunden. Vor allem Bestellungen aus
Nordamerika, Asien sowie europäischen Ländern wie Frankreich, Tschechien und
Dänemark unterstützten dieses Resultat.
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Customer Care auf Rekordkurs – Marktanteile weltweit ausgebaut
Studer-CEO Sandro Bottazzo: "2025 wurden unsere Erwartungen übertroffen."Annika Ostermeier)
Hinter den Erwartungen
blieben hingegen Deutschland, Italien und die Schweiz. Insgesamt aber konnten
Marktanteile in allen Weltregionen behauptet oder ausgebaut werden. Sehr
positiv entwickelte sich der Bereich Customer Care. "Dank unserer weltweit
und kundennah tätigen Serviceorganisation konnten wir in den Geschäftsfeldern
Service und Wartungen neue Umsatzrekorde verzeichnen", erläuterte
Bottazzo. In vielen Märkten sind mittlerweile über 70 % der aktiven
installierten Basis mit einem Wartungsvertrag ausgestattet. Bei den
Maschinen-Überholungen endete das Jahr mit einem der besten Auftragsbestände in
der über 114-jährigen Unternehmensgeschichte.
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Einen weiteren Rekord
lieferte das Segment der Luft- und Raumfahrt. Dieses schloss mit fast einem
Drittel aller Aufträge erstmals als grösstes Einzelsegment ab. Wichtige
Kategorien waren zudem Precision Engineering, Maschinenbau sowie die Automobilindustrie.
"Unser breites Portfolio bleibt ein Pfeiler des Erfolgs und deckt eine weite
Palette an Universal-Rundschleifanwendungen ab", betonte Bottazzo. Die
bestverkaufte Maschine war die S33, gefolgt von der S31 und der S41. Erfreulich
performten zudem sowohl die Aussen- als auch die Innenrundschleifmaschinen. Die
S141 erzielte sogar eines der besten Verkaufsergebnisse der letzten zehn Jahre.
Ein zusätzliches Ereignis war
2025 die Übernahme der GF Machining Solutions durch die United Grinding Group,
die neu unter dem Namen United Maching Solutions firmiert. Mit einem
Gesamtumsatz von über 1,5 Mrd. US-Dollar und rund 5.000 Mitarbeitenden an
über 50 Standorten gehört die Gruppe zu den größten
Werkzeugmaschinenherstellern der Welt. Im Zuge der Akquisition zog das Studer-Kompetenzzentrum
Innenrundschleifen in die modernen Räumlichkeiten von United Machining an der
Roger-Federer-Allee 7 in Biel (Schweiz), nur wenige Minuten vom bisherigen
Standort entfernt.
Innovationen 2025: S23-Premiere, Automatisierung und digitale Features
Für Studer standen auch 2025 Innovationen
und die Weiterentwicklung zuverlässiger Schleiftechnologien im Fokus, um die
Kunden noch wettbewerbsfähiger zu machen. "Ein Highlight war die Weltpremiere
der Universal-Rundschleifmaschine S23 mit einem kompakten Design für präzise
Schleifergebnisse", sagte CTO Daniel Huber. Die neue Generation der
favoritCNC mit moderner FANUC-Steuerung und Automationsfähigkeiten stieß ebenfalls
auf sehr positive Marktresonanz. Und die Weiterentwicklung von WireDress®
für das Innenrundschleifen ermöglicht das berührungslose Abrichten
metallgebundener Schleifscheiben in der Maschine. Zudem profitieren die Kunden
von einem neuen Achsensystem für die S31 und S33, welches die automatische
Anpassung an unterschiedliche Werkstücklängen erlaubt. Auch brachte das Jahr
wichtige neue digitale Features: "Das C.O.R.E.-Release 5.0 ermöglicht den
Zugriff auf das herstellerunabhängige Kundenportal von Transaction Network direkt
vom Maschinen-Bedienpanel und visualisiert unter anderem Live-Statusupdates des
Maschinenparks", schloss Daniel Huber seine Erläuterung ab.
Parallel zur
Produktentwicklung trieb Studer die Transformation der operativen Prozesse
konsequent voran. "2025 haben wir unsere Produktions- und Logistikprozesse
auf ein neues Level gehoben", erklärte COO Stephan Stoll. Ein Meilenstein
war die Realisierung eines hochmodernen Kleinteile-Lagers. Das
vollautomatisierte System mit 32 autonomen Robotern und 16.000 Behältern bietet
Platz für mehrere zehntausend Teile und steigert die Effizienz sowohl für die Maschinen-
als auch die Ersatzteil-Logistik erheblich. Es bildet zudem ein weiteres Fundament
für zukünftiges Wachstum. Darüber hinaus erarbeitete der Betrieb Fortschritte bei
der Digitalisierung auf dem Weg zur papierlosen Fabrik.
Studer erwartet für 2026 ein
Anziehen der Konjunktur
Im dritten und vor allem im
vierten Quartal verzeichnete Studer eine deutliche Steigerung bei der
Maschinenstückzahl, die sich aus heutiger Sicht auch 2026 fortsetzen wird. Folglich
erwartet das Unternehmen für das aktuelle Geschäftsjahr eine erneute Steigerung.
"Die Nachfrage nach hochwertigen Schleifmaschinen wird sich weiter erholen
und die Resonanz auf unsere neue S23 ist sehr gut. Die ersten Maschinen konnten
bereits erfolgreich verkauft und ausgeliefert werden", sagte CEO Bottazzo.
Er will die strategische Investition in Innovation, Infrastruktur und
Mitarbeiterschaft fortsetzen.
Auch die duale Ausbildung
bleibt ein wesentliches Erfolgsmerkmal von Studer, wo Lernende rund 10 % der Belegschaft stellen. Die hohe Ausbildungsqualität zeigt regelmäßige
Erfolge unter anderem bei den Schweizer Berufsmeisterschaften, den SwissSkills.
Zum Abschluss kündigte Bottazzo für dieses Jahr die Teilnahme von Studer an
über 35 Fachmessen weltweit an und freute sich auf das 50-jährige Jubiläum von
Granitan®: das von Studer entwickelte und patentierte
Hochleistungsmaterial setzt heute noch immer Maßstäbe für höchst stabile Maschinenbetten.
FAQ: Geschäftsjahr 2025 bei Studer – Die wichtigsten Fragen und Antworten
1. Wie entwickelte sich Studer 2025 wirtschaftlich? - Trotz schwieriger Rahmenbedingungen übertraf Studer die eigenen Erwartungen. Der Umsatz lag leicht unter Vorjahr, Marktanteile wurden weltweit behauptet oder ausgebaut.
2. Welche Märkte liefen besonders gut? - Nordamerika und Asien – vor allem China – entwickelten sich positiv. Der Auftragseingang stieg, der Neukundenanteil lag bei 44 %. Deutschland, Italien und die Schweiz blieben unter Plan.
3. Welche Bedeutung hatte Customer Care? - Der Servicebereich erzielte Rekordumsätze. Über 70 % der installierten Maschinen sind mit Wartungsverträgen ausgestattet, auch die Überholungen verzeichneten einen sehr hohen Auftragsbestand.
4. Welche Innovationen prägten das Jahr? - Zu den Highlights zählen die neue S23, die weiterentwickelte favoritCNC sowie digitale Features wie das C.O.R.E.-Release 5.0. Auch WireDress® wurde technologisch ausgebaut.
5. Welche strategischen Weichen wurden gestellt? - Mit der Integration in United Machining Solutions und Investitionen in Infrastruktur und Prozesse stärkt Studer seine Zukunftsfähigkeit. Für 2026 wird mit weiterem Wachstum gerechnet.