Ausstellungsraum bei Spinner Automation. – Bild: Spinner Automation

Zur Hausaustellung Ende Oktober kamen über 100 Besucher, der Bedarf an Gesprächen über kundenspezifische Lösungen war entsprechend hoch. – Bild: Spinner Automation

| von Sabine Königl

Im Rahmen der letzten Hausausstellung ging es bei Spinner Automation um eine erhöhte Ausbringung, konstante Qualität, Kostenreduzierung und den personalarmen Betrieb. Solche Veranstaltungen beziehungsweise Projekte sind meist von Standardlösungen geprägt, die auf Kundenwunsch modifiziert werden können. Die Spinner Automation dagegen geht hier einen völlig anderen Weg.

Zunächst sind es nahezu ausschließlich Werkzeugmaschinen von Spinner, die man in die Automatisierungsprozesse einbindet. Aus gutem Grund, denn die Projektteams bei Spinner Automation kennen die Maschinen und haben das entsprechende Hintergrundwissen. Der Unterschied zu herkömmlichen Automationslösungen beginnt am Standort Markgröningen aber bei der Herangehensweise an ein Projekt beziehungsweise eine voll integrierte Automation.

Dazu zählt unter anderem, sich in Kundenprozesse hineinzudenken. Für solche Prozesse werden deshalb in engem Dialog mit Kunden und den jeweiligen Projektteams von Spinner Automation auch Workshops mit dem Kunden durchgeführt, der Bedarf analysiert und entsprechende Lösungen entwickelt. Derartige Sonderlösungen, so Geschäftsführer Dominik Jauch, sind in Markgröningen an der Tagesordnung: „Unsere Kunden kommen aus unterschiedlichen Branchen, deshalb müssen wir entsprechend flexibel aufgestellt sein.

Dominik Jauch. – Bild: Spinner Automation
Dominik Jauch: „Der Unterschied zur herkömmlichen Automation beginnt bei uns schon bei der Herangehensweise an eine voll integrierte Automation. Dazu zählt, sich in Kundenprozesse hineinzudenken und gemeinsam mit dem Kunden eine Lösung zu entwickeln.“ – Bild: Spinner Automation

Umso komplexer ein Projekt ist, umso mehr werden wir aber kontaktiert. Nun macht technisch zwar nicht alles Sinn, aber wir hatten auch schon Projekte, da wussten wir selbst nicht, ob es funktionieren wird. In einem Fall hat der Kunde dazu mit der Aussage, wenn wir es nicht wagen, ist die Produktion künftig im Ausland, klar Stellung bezogen. Es ist uns gelungen, und die Wertschöpfung bleibt in Deutschland.“

Ein weiterer Unterschied zu herkömmlichen Konfigurationen ist, dass bei der Auslegung einer Automation in Markgröningen grundsätzlich gilt, der Bediener muss jederzeit per Knopfdruck die Anlage inklusive den Roboter stoppen und konventionell weiterarbeiten können. Sicherheitstechnisch wird dabei alles so überwacht, dass bei einem Not-Aus innerhalb von nur einer Minute die Anlage wieder neu gestartet werden kann.

Individuelle Funktionen werden in Steuerung eingebunden

Die Basis für solche Konzepte bilden zuerst die Werkzeugmaschinen von Spinner aus Sauerlach, die meist mit einer Siemens-Steuerung ausgestattet sind. Hinzu kommt eine Steuerung für die Automation. In diese Steuerung integriert Spinner Automation sinnvolle und mit dem Kunden abgestimmte Funktionen. Dazu zählen unter anderem Programmschnittstellen zur Werkzeugverwaltung, Schnittstellen in Kundennetzwerke für beispielsweise Datentransfers oder auch Fernzugriffe.

Das Windows-Display schafft zudem die Möglichkeit, Daten und Messwerte mitzuschreiben sowie Auswertungen durchzuführen. Die Originalanlage ist auf dem Bildschirm in 3D dargestellt. Dabei ist alles so aufgebaut, dass jeder, der in der Lage ist, eine Werkzeugmaschine zu bedienen, auch einen Roboter korrigieren kann.

Microturn. – Bild: Spinner Automation
Bei der Microturn wurden für die Zuführung des Bauteils beziehungsweise die Dreh-Lage Kameras installiert, für das Beschriften der Bauteile eine Laserstation sowie eine Reinigungsanlage. – Bild: Spinner Automation

Was man nun in Markgröningen unter einer solch voll integrierten Automation versteht, machten die Verantwortlichen zur Hausmesse im Herbst vorigen Jahres mit der neuen Ultrapräzisions-Drehmaschine Microturn von Spinner deutlich. Für die Zuführung des Bauteils beziehungsweise die Dreh-Lage wurden Kameras installiert, für das Beschriften der Bauteile eine Laserstation sowie eine Reinigungsanlage.

Messstation ist direkt im System integriert

Außerdem wurde eine Messstation integriert, die bei Bedarf auch die Werkzeuge korrigiert. Die Ultrapräzisions-Drehmaschine PD-CNC dagegen wurde mit zusätzlichen Spindeln, einer Schleifspindel mit HSK-Aufnahme zu einer Schleifmaschine umfunktioniert. Zusätzlich wurden Vakuum-Greifer, und Messtechnik integriert.

Ob direkte Zuführung über Europaletten oder über Schüttgut zur Schraubenfertigung, jede Anlage, die von Spinner Automation realisiert wurde, ist einzigartig.

Die Ultrapräzisions-Drehmaschine PD-CNC. – Bild: Spinner Automation
Die Ultrapräzisions-Drehmaschine PD-CNC wurde von einer Drehmaschine mit zusätzlichen Spindeln, einer Schleifspindel mit HSK-Aufnahme zu einer Schleifmaschine umfunktioniert. – Bild: Spinner Automation

Quelle: Spinner Automation

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