Kastowin-Bandsägen und Turmlagersystem Unitower. - Bild: Kasto

Der Spezialist für Präzisionsbauteile Microart setzt in seiner Fertigung auf zwei Kastowin-Bandsägen und das Turmlagersystem Unitower. - Bild: Kasto

| von Sabine Königl

Der Fertigungsdienstleister Microart hat sich auf die Herstellung von Präzisionsbauteilen in Klein- und Mittelserien spezialisiert. Eine wichtige Rolle spielen ein Turmlagersystem Unitower und zwei Kastowin-Bandsägemaschinen von Kasto. Sie sorgen dafür, dass der Weg vom angelieferten Metall Langgut zum exakten Abschnitt besonders effizient und ergonomisch verläuft.

Hochspezialisierte Präzisionsbauteile sind in fast allen Branchen unverzichtbare Komponenten. Sie übernehmen zum Beispiel im Maschinen- und Anlagenbau, in der Elektro- und Automatisierungstechnik, der optischen Industrie oder in der Luft- und Raumfahrt wichtige Funktionen. Äußerste Genauigkeit bei der Fertigung macht die Herstellung solcher Teile zur besonderen Herausforderung. Gleichzeitig werden sie in hoher Varianz und schwankenden Stückzahlen benötigt, was die Investition in komplett eigene Fertigungskapazitäten für viele Unternehmen unrentabel macht.

Aus diesem Grund gibt es Dienstleister, die sich voll und ganz auf die Entwicklung und Produktion von Präzisionsbauteilen fokussieren – so wie die Microart im ostbayrischen Roding. 2007 gegründet, hat sich das Unternehmen in seiner Sparte zu einem der führenden und am schnellsten wachsenden Anbieter in Deutschland entwickelt. Mittlerweile beschäftigt microart 186 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von rund 14 Mllionen Euro. Zu den Kunden zählen international agierende Industrieunternehmen aus sämtlichen Bereichen.

Alexander Artmann und Michael Kerscher. - Bild: Kasto
Alexander Artmann (rechts), geschäftsführender Gesellschafter; und Michael Kerscher, Geschäftsführer von Microart, sind mit ihrer Säge- und Lagertechnik von Kasto rundum zufrieden. - Bild: Kasto

„Was uns so besonders macht, ist zum einen unsere hohe Flexibilität“, erklärt Alexander Artmann, geschäftsführender Gesellschafter von Microart. „Wir verstehen uns als ‚atmende Kapazität‘ unserer Kunden, die bei Bedarf kurzfristig und unkompliziert zur Verfügung steht.“ Um dafür gewappnet zu sein, setzt microart auf einen umfangreichen Maschinenpark mit unter anderem 25 Fünf-Achs Bearbeitungszentren sowie 14 Dreh- und Fräszentren.

Digitale Vernetzung ist Teil des Erfolgskonzepts

Eine weitere Zutat des Erfolgsrezepts ist der hohe Automatisierungsgrad: „Wir bauen konsequent auf die digitale Vernetzung aller Fertigungsprozesse und auf einen weitgehend mannlosen Betrieb unserer Maschinen und Anlagen“, beschreibt Artmann. Dies ermöglicht es Microart, Präzisionsbauteile in Klein- und Mittelserien besonders wirtschaftlich herzustellen – sieben Tage die Woche, rund um die Uhr. Auch komplexe Kundenanforderungen mit schwankenden Bedarfen setzt das Unternehmen termingerecht um.

Zum Inventar von microart zählt auch eine eigene Sägerei. Um das Rohmaterial für die gefertigten Teile auf die gewünschte Länge zu bringen, stehen unter anderem zwei vollautomatische Bandsägemaschinen des Typs Kastowin A 4.6 aus dem Hause Kasto zur Verfügung. Die Allrounder eignen sich zum Trennen unterschiedlicher Materialien. „Diese Vielseitigkeit ist für uns ein wichtiger Punkt, denn wir verarbeiten sowohl Edelstähle als auch Aluminium und verschiedene Speziallegierungen“, erzählt Geschäftsführer Michael Kerscher. Der Schnittbereich der Sägen liegt bei 460 Millimeter – groß genug für die meisten bei microart verwendeten Abmessungen.

Sägen von Kasto überzeugen mit Qualität

Die erste der beiden Sägen legte sich Microart im Jahr 2015 zu. Ausschlaggebend für Kasto waren damals laut Aussage der Geschäftsführer der gute Ruf der Marke und die hohe Qualität. „Wir sind damals mit unseren spezifischen Anforderungen an Kasto herangetreten“, erinnert sich Kerscher. „Kasto hat uns daraufhin die Kastowin als optimale Lösung vorgeschlagen – und damit auch Recht behalten“, findet er. 2019 erfolgt dann die Investition in ein zweites, baugleiches Modell – auch um noch flexibler in der Sägebearbeitung zu sein und zusätzliche Kapazitäten für die steigende Auftragsmenge zu schaffen.

Die Kastowin-Sägen arbeiten automatisch. - Bild: Kasto
Die Kastowin-Sägen arbeiten die einprogrammierten Aufträge automatisch ab. - Bild: Kasto

Das Langgut, das auf den Sägen verarbeitet wird, bewahrt Microart in einem Turmlagersystem vom Typ Unitower auf, das ebenfalls Kasto geliefert hat. Es bietet auf einer Höhe von 15,59 Metern Platz für 100 Kassetten, die Materialien bis 6,5 Meter Länge fassen. Dabei stehen zwei Kassettentypen mit Beladehöhen von 160 oder 300 Millimeter zur Verfügung. Jede Kassette trägt je nach Ausführung bis zu 2,5 oder 3 Tonnen. Das Handling der Ladungsträger erfolgt durch ein Regalbediengerät (RBG) nach dem Prinzip Ware-zur-Person. „Die Zugriffszeiten sind dadurch äußerst kurz, und das Handling der sperrigen Materialien deutlich einfacher“, berichtet Kerscher.

Langgut wird automatisch eingelagert

In der Vergangenheit mussten die Mitarbeiter bei Microart das Langgut mühsam von Hand ein- und auslagern – heute genügt dafür ein Knopfdruck. Das ankommende Material wird vom Lkw auf eine freie Kassette geladen und mit einem Verschiebewagen ins Lager transportiert. Das RBG findet mithilfe des Lagerverwaltungssystems Kastologic selbstständig einen passenden Lagerplatz. Die Mitarbeiter erhalten die Auftragsdaten über eine unternehmensweit implementierte Software Plattform und starten die Auslagerung des benötigten Materials bequem per Touchscreen.

Ein weiterer Verschiebewagen stellt die entsprechende Kassette an der Auslagerstation bereit. Von dort wird das Langgut manuell oder per Hallenkran auf dem Vorlagemagazin einer der beiden Sägen platziert. Diese lassen sich ebenfalls über ein Bedienpanel mit den geforderten Schnittdaten programmieren und arbeiten die Aufträge automatisch ab.

Microart ist mit seinen Kasto-Lösungen rundum zufrieden. „Sowohl das Turmlager als auch die beiden Bandsägeautomaten laufen reibungslos“, berichtet Artmann. „Wir konnten durch diese Investitionen wichtige Meilensteine im Hinblick auf unsere Unternehmensziele Produktivität, Flexibilität und Qualität setzen.“

Quelle: Kasto Maschinenbau GmbH & Co. KG

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