Der 5-Achs-Spanner Kippflexx. - Bild: Kipp

Der 5-Achs-Spanner Kippflexx im Einsatz als Schraubstock. Über eine Kurbel erfolgt die Schnellverstellung. - Bild: Kipp

Investitionen in den Maschinenpark ziehen oft auch weitere Anschaffungen nach sich: So geschehen bei der Joma-Maschinenbau, deren hochmoderne Fertigung seit Kurzem eine 5-Achs-Fräsmaschine ergänzt. Um Einzel- und Kleinserienteile für den Maschinenbau sicher spannen und präzise bearbeiten zu können, fiel die Wahl des Unternehmens auf den neuen 5-Achs-Spanner Kippflexx aus dem Heinrich Kipp Werk. Mit dieser besonders flexiblen Lösung, für die Joma auch passendes Zubehör erwarb, lassen sich dort alle Anforderungen der zerspanenden Fertigung abdecken.

Das Leistungsangebot der Joma-Maschinenbau umfasst CNC-Drehen und -Fräsen sowie Flach- und Rundschleifen. Abgerundet wird das Fertigungsspektrum durch Schweißarbeiten, Polieren und Nasslackieren, die Endmontage und Qualitätskontrolle.

Mit einem Netzwerk von zuverlässigen Partnerbetrieben realisiert Joma alle erforderlichen speziellen Bearbeitungsformen wie etwa das Räumen und Tieflochbohren sowie Wärmebehandlungen und jegliche Beschichtungsanforderungen. Zu den verarbeiteten Werkstoffen zählen verschiedene Stähle, Alumi­nium und andere NE-Metalle, Modellguss und nicht zuletzt diverse Kunststoffe.

Bearbeitung von Einzel- als auch Serienteile. - Bild: Kipp
Die Joma-Maschinenbau bearbeitet mit Kippflexx sowohl Einzel- als auch Serienteile und kann damit alle Anforderungen der zerspanenden Fertigung abdecken. - Bild: Kipp

Ergänzung des Maschinenparks macht neue Spanntechnik notwendig

„Wir fertigen sowohl hochwertige Einzelteile als auch kleine und mittlere Serien“, erläutert Arnold Gerhardt von Joma-Maschinenbau . „Darüber hinaus montieren wir komplett einbaufähige Baugruppen, die direkt beim Kunden in der Endmontage eingesetzt werden.“ Gerhardt ist zuständig für den Bereich CNC-Fräsen. Bearbeitet werden hier Werkstücke mit einer maximalen Länge von 2.000 Millimeter beziehungsweise Breite von 600 Millimeter. Dafür stehen bei Joma moderne CNC-Bearbeitungszentren mit 3 bis 5 Achsen bereit.

Neu dazugekommen ist eine 5-Achs-Fräsmaschine des Typs POSmill H500U mit einem T-Nuten-Tisch. Mit Verfahrwegen X/Y/Z 650/750/500, einem Tischdurchmesser von 500 Zentimeter und einer Beladung von 500 Kilogramm trägt die neue Anlage dazu bei, das Fertigungsspektrum von Joma vor allem im Bereich der größeren Bauteile abzurunden.

Um das neue Bearbeitungszentrum optimal nutzen zu können, erwarb Joma zeitgleich Produkte aus dem Hause Kipp: In der Hauptsache den 5-Achs-Spanner Kippflexx sowie diverses Zubehör wie ein Spannpratzenset, Spannbacken mit Pins, Auflageleisten und passenden Drehmomentschlüssel.

„Wir haben bereits in der Schweißabteilung erfolgreich mit Schnellspannern von Kipp gearbeitet“, erklärt Gerhardt die Entscheidung für Kipp. „Auch Klemmhebel haben in unserer Montage schon Probleme gelöst. Somit wussten wir, dass wir hier eine qualitativ hochwertige Lösung erwerben.“

Für die Rohteilspannung und die Niederzugspannung geeignet. Bild: Kipp
Ein wahres Multitalent: Der Kippflexx eignet sich gleichermaßen für die Rohteilspannung und die Niederzugspannung. Bild: Kipp

Flexibler 5-Achs-Spanner hat mehrere Funktionen

„Kippflexx ist eine vielseitige Lösung für jede 5-Achs-Fräsmaschine, die sich sowohl für die Rohteil- als auch für die Niederzugspannung einsetzen lässt“, erläutert Daniel Kaupp, Vertriebstechniker Spanntechnik bei Kipp. „Das ist auf dem Markt einzigartig.“ Die patentierte Niederzugfunktion eignet sich vor allem für vorbearbeitete Werkstücke. Dank des symmetrischen Aufbaus zentriert sich das Werkstück immer mittig – eine sehr hohe Wiederholgenauigkeit ist gewährleistet.

Zudem lässt sich das System wie ein Standard-Schraubstock einsetzen: Bei der Rohteilspannung kommen Spannbacken mit Pins zum Einsatz, die sich formschlüssig in das Material drücken, sodass ein zeitintensives Vorprägen entfällt.

Eine Auflagehöhe von 180 Millimeter erlaubt die optimale Zugänglichkeit für das Werkzeug auf 5-Achs-Fräsmaschinen. Eine Flachführung sorgt für mehr Stabilität und Steifigkeit des Systems, das die außergewöhnlich hohe Spannkraft von 52 Kilonewton erreicht. Für die Anwendung auf einer Grundplatte benötigt der Anwender drei Adapterwellen und eine Verlängerungswelle. Mit einer zusätzlichen Grundplatte und Verlängerungswellen kann der Spannbereich wesentlich erweitert werden.

Kippflexx eignet sich zur Montage auf Maschinentischen mit T-Nuten oder Gewindebohrungen. Eine Mittenbohrung sorgt für zentrische Ausrichtung. Die Grundplatte ist mit Ausrichtnuten in Längs- und Querrichtung ausgestattet. Das Produkt lässt sich aber auch auf beliebige Rasterelemente sowie direkt auf Nullpunkt-Spannsysteme aufbringen. Dabei sorgt die Spannphysik mit intelligenter Kraftverteilung dafür, dass sich keine Drehmomente auf den Maschinentisch übertragen.

Kippflexx auf einer 5-Achs-Fräsmaschine. - Bild: Kipp
Kippflexx auf einer 5-Achs-Fräsmaschine mit geschwenktem Maschinentisch: Der 5-Achs-Spanner sorgt hier für eine optimale Zugänglichkeit des Werkzeugs. - Bild: Kipp

Das sind Jomas Praxis-Erfahrungen mit Kippflexx

Joma hat mit Kippflexx bislang durchweg positive Erfahrungen gemacht. „Unsere Bauteile werden sicher fixiert, und zwar auch bei geringer Einspanntiefe“, so Gerhardt. „Der aktive Niederzug ermöglicht eine extrem präzise Bearbeitung mit einer sehr guten Wiederholgenauigkeit von 0,01 Millimeter sowie höchste Spann- und Haltekräfte.“

Letztere kommen direkt am Werkstück an – das verhindert Vibrationen bei der Bearbeitung. Ein weiterer Garant für höchste Genauigkeit ist das spezielle Kräfteverhältnis im Schraubstock, das den Verzug der Grundplatte oder sogar des Maschinentisches vollständig ausschließt.

„Egal ob erste oder zweite Spannung, Einzel- oder Serienteile – mit Kippflexx erreichen wir immer eine hohe Parallelität der Bauteile. Hilfreich ist dabei auch das vielseitige Zubehör, mit dem sich alle Aufgaben optimal realisieren lassen“, so Gerhardt. „Auch die gute Zugänglichkeit ist hervorzuheben. Gerade bei sehr kleinen Werkstücken sowie bei anspruchsvollen Konturen ist das von großem Vorteil.“

Weil die Bedienung des 5-Achs-Spanners sehr einfach ist, sind Fehler beim Handling nahezu ausgeschlossen. Für das Umrüsten des Systems sind nur wenige Handgriffe nötig – somit sparen die Experten von Joma Zeit und Geld. Kein Wunder also, dass nach kurzer Zeit ein zweiter 5-Achs-Spanner angeschafft wurde: Joma benötigt ihn, um parallel größere Bauteile fixieren zu können.

„Hier sieht man in der Praxis, dass das System variabel erweiterbar ist“, so Kaupp abschließend. „Egal ob kleine oder große Werkstücke – mit der Schraubstockspannung oder der zentrischen Niederzugspannung bleiben alle Möglichkeiten offen.“

Quelle: Heinrich Kipp Werk GmbH & Co. KG

 

Das Spanntechnik-Programm von Kipp im Überblick

Werkstück-Spanntechnik: Vielfältiges Komponentenprogramm für das universelle Spannen von Werkstücken. Logisch gegliederte Produktgruppen wie Spannelemente, Positionierelemente und Spannzubehör für Bearbeitungsmaschinen. Frei kombinierbar und sehr flexibel.

Modulare Spanntechnik: Grundelemente für den modularen Aufbau von Werkstücken über Rasterbohrungen. Standardisierte Platten, Türme und Winkel steigern die Flexibilität und reduzieren die Anzahl der Vorrichtungselemente in der Fertigung auf ein Minimum.

Nullpunkt-Spanntechnik: Systeme für schnelles, präzises Spannen und Referenzieren über die Nullpunkt-Spanntechnik. Für die Mehrseiten-Bearbeitung steht das 5-Achs-Modul-Spannsystem zur Verfügung. Ein weiteres Schnellwechselsystem ist das Positionier- und Spannsystem mechanisch und pneumatisch.

Schraubstock-Spanntechnik: Verschiedene Schraubstock-Varianten. 5-Achs-Spanner für 5-/6-Seiten-Bearbeitung. NC-Spanner für 3-Achs-Fräsmaschinen. Mehrfach-Spannsystem für größere Stückzahlen. Zentrisch-Spanner mit Nullpunkt- und Automationsschnittstelle.

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