Ein Beispiel aus dem Bereich der Handhabung ist der Werkzeugsortierzyklus von DMG Mori: Zeitoptimiertes Sortieren im Kettenmagazin durch Einsatz des Werkzeugshuttles anstatt der Spindel. - Bild: DMG Mori

Ein Beispiel aus dem Bereich der Handhabung ist der Werkzeugsortierzyklus von DMG Mori: Zeitoptimiertes Sortieren im Kettenmagazin durch Einsatz des Werkzeugshuttles anstatt der Spindel. - Bild: DMG Mori

Um das vollständige Potenzial heutiger Werkzeugmaschinen optimal zu nutzen, bedarf es einer großen Portion fachlicher Kompetenz. Zunehmend komplexe Anwendungen erfordern immer anspruchsvollere Bearbeitungsstrategien, die unter herkömmlichen Bedingungen nur mit hohem Programmieraufwand zu realisieren sind. DMG Mori unterstützt als ­Kompetenzpartner seine Kunden auch im Vorfeld der spanenden Fertigung mit einer Vielzahl exklusiver DMG Mori Technologiezyklen. Diese unterstützen Handhabung, Messen, ­Zerspanung sowie Überwachung und sorgen für bis zu 60 Prozent Zeitersparnis.

Die werkstattorientierte Programmierung hat vor allem in der Einzelteilfertigung und im Bereich von Kleinserien auch in Zeiten zunehmender Automatisierung einen hohen Stellenwert. Das hat zwei Gründe: Zum einen können Facharbeiter hier ihre Prozesskompetenz optimal einsetzen, zum anderen lässt sich unmittelbar auf kurzfristige Änderungen reagieren. Spezielle Bearbeitungszyklen für wiederkehrende Operationen minimieren dabei den Programmieraufwand. Insbesondere gängige Standardzyklen zum Drehen, Fräsen und Bohren sind im Leistungsumfang moderner Steuerungen enthalten.

Auf Basis seiner vielfältigen Anwendungserfahrung entwickelt der Werkzeugmaschinenhersteller seit vielen Jahren eigene Technologiezyklen für seine Kunden. Hiermit werden auch komplexe Bearbeitungsschritte lediglich über die Eingabe der Parameter direkt an der Maschine im Dialog programmiert. Es handelt sich dabei um eine visualisierte, interaktive und benutzerfreundliche Programmierung, die zu erheblicher Zeitersparnis in der Produktion führt.

DMG Mori Technologiezyklen für jede Bearbeitungsphase

Das Angebot der DMG Mori Technologiezyklen beginnt bereits mit den Handhabungszyklen. Be- und Entladen sowie die Konfiguration von Paletten, Bauteilen und Werkzeugen werden hiermit entscheidend vereinfacht. Messzyklen dienen der schnellen Ermittlung von Nullpunktverschiebungen und der Qualitätskontrolle, während eine Reihe von Zerspanungszyklen den eigentlichen Bearbeitungsprozess unterstützt. 5-Achs-Simultanbearbeitung, Verzahnungsfräsen und Turn & Mill Komplettbearbeitung sind nur drei Beispiele für die anspruchsvollen Applikationen, mit denen sich DMG Mori in diesem Bereich immer wieder beschäftigt. Abschließend optimieren Überwachungszyklen durch eine konsequente Echtzeitüberwachung den Bearbeitungsprozess.

Die DMG Mori Technologiezyklen unterstützen die Fertigung auf den leistungsfähigen Werkzeugmaschinen nachhaltig auf gleich mehreren Ebenen. Zu den Vorteilen ­zählen neben dem höheren Bedienkomfort und geringeren Durchlaufzeiten auch die Prozesssicherheit sowie die Bauteilqualität. Hinzu kommt die Möglichkeit der Technologieintegration. So gibt es für das Schleifen spezielle Technologiezyklen für das Innen-, Außen- und Planschleifen ebenso wie Zyklen zum Einmessen der Abrichtstation und zum Abrichten der Schleifscheibe.

Diese Unterstützung ist auch angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels ein Mehrwert. Denn mit ihm wächst die Herausforderung, anspruchsvolle Werkstücke wirtschaftlich und in den geforderten Qualitäten herzustellen. Für die einfache Programmerstellung mit Hilfe der DMG Mori Technologiezyklen ist weniger Vorwissen nötig, während die zeitliche Ersparnis in der Programmierung eine höhere Maschinenverfügbarkeit gewährleistet. Gleiches gilt für die effizientere und in vielen Fällen schnellere Bearbeitung. Die automatisierten Abläufe schützen zudem Maschine, Bauteil und Werkzeuge gleichermaßen, so dass eine risikofreie Fertigung möglich wird. vg