Zusammen mit einem detaillierten Prüfbericht werden die überholten oder reparierten Spindeln den Kunden zurückgesandt.
Bild: WMS GmbH

Zusammen mit einem detaillierten Prüfbericht werden die überholten oder reparierten Spindeln den Kunden zurückgesandt. Bild: WMS GmbH

Durch kundenspezifische Anpassungen werden teilweise sogar höhere Leistung und Lebensdauer als im Neuzustand erreicht.

Die Wartung, Reparatur oder Überholung einer Motorspindel ist stets eine Investition in die Zukunft, die einen zuverlässigen Partner erfordert. Immerhin schlägt die Überholung einer Spindel meist mit 30 bis 50 Prozent des Neupreises zu Buche, und das Ergebnis der Arbeit hat einen entscheidenden Einfluss auf die Präzision und Leistungsfähigkeit der Bearbeitung. Unter anderem für solche Arbeiten am Herzen der Werkzeugmaschine hat sich die Werkzeugmaschinenbau (WMS) Sinsheim GmbH als Teil der DVS Gruppe einen Namen gemacht. Im Einzelfall werden Spindeln auch auf die kundenspezifischen Bedürfnisse hin optimiert, um noch längere Laufzeiten oder höhere Genauigkeiten zu erreichen.

Die Vorgehensweise folgt dabei einem klar festgelegten Procedere. Zu aller erst wird der Anlieferungszustand der Motorspindel schriftlich und mit Fotografien in einem detaillierten Befundungsbericht dokumentiert. Anschließend gilt es, die Baugruppe komplett zu demontieren, alle Teile zu reinigen und auf Schäden oder Verschleiß zu prüfen. Die Lagersitze werden vermessen und alle für das Passungssystem relevanten Maße kontrolliert. Als Abschluss der Bestandsaufnahme werden die Isolationswerte des Motors überprüft.

Auch hier gewährleistet die schriftliche und fotografische Dokumentation in einem Befundungsbericht Transparenz für den Kunden und eine klare Arbeitsplanung für die Instandsetzungsexperten bei WMS Sinsheim. Bei der Vermessung der Bauteile wird ein besonderes Augenmerk auf die geforderten Passungssysteme sowie Form- und Lagetoleranzen gemäß Zeichnung/Vorgabe gelegt. Ferner listet der Instandsetzer alle schadhaften und auszutauschenden Bauteile und Komponenten auf.

 

Höchste Priorität für Präzision und Sauberkeit

Sind alle für das Retrofit erforderlichen Ersatzteile beschafft, erfolgt zunächst die Vermessung der neuen Bauteile und Komponenten. Druck- und Lagerflansche sowie Spaltmaße an Labyrinth-Ringen werden abgestimmt, damit die folgende Montage der Motorspindel zu einem optimalen Ergebnis führt. Abschließend werden die Messsysteme eingestellt und justiert.

Sauberkeit und Präzision haben bei all diesen Schritten höchste Priorität. Es erfolgen ständige Kontrollen von Plan- und Rundlaufgenauigkeit und es wird penibel auf die Einhaltung der korrekten Anzugsmomente von Schraubverbindungen geachtet. Die anschließende Ausgangsprüfung umfasst das Lagereinlaufprogramm gemäß den Vorgaben des Lagerherstellers, die Dichtigkeitsprüfung der Motorkühlung, die Schwingungsmessung der Spindel sowie die Messung der Plan- und Rundlaufgenauigkeit.

Abschließend erstellt der WMS-Instandsetzungsexperte für den Kunden einen Prüfbericht, in dem alle Maßnahmen und Prüfungsvorgänge dokumentiert sind. Ebenfalls wichtig: Im Prüfbericht werden Hinweise und Empfehlungen für den Betrieb der Motorspindel vermerkt.

Handelt es sich um Routinearbeiten an einer relativ einfachen Spindel, muss für die Arbeiten etwa eine Woche veranschlagt werden. Komplexe Überarbeitungen oder Reparaturen erfordern in der Regel mehr Zeit. Ist für den Kunden der Ausfall seiner Werkzeugmaschine ein Problem, bemüht sich WMS Sinsheim, eine Ersatz- oder Austauschspindel bereitzustellen.

Kontakt: Werkzeugmaschinenbau Sinsheim GmbH, www.wms-sinsheim.de