Caruso MT-208MC. - Bild: Hommel

Der Innenraum der Caruso MT-208MC. - Bild: Hommel

Wo immer der Name Caruso fällt, wird er wohl meist mit dem legendären Tenor Enrico Caruso verbunden. Harald Kauffeldt, Gründer und Geschäftsführer der CNC-Präzisionstechnik Kauffeldt, verbindet damit aber in erster Linie eine gänzlich andere Begrifflichkeit: eine Universal-CNC-Drehmaschine aus dem Hause Hommel.

Die Caruso punktet bei Präzision, Stabilität und Produktivität und bietet obendrein ein ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Gemessen an diesen Kenngrößen braucht die Caruso-MT-Baureihe absolut keinen Vergleich zu scheuen. Im Gegenteil, für Harald Kauffeldt ist die Caruso MT-208MC ein echter Zugewinn: „Früher musste ich manche Anfragen immer ablehnen, da ich nicht den passenden Maschinenpark zur Verfügung hatte.“

„Einer meiner Stammkunden drängte mich schließlich dazu, eine Drehmaschine mit angetriebenen Werkzeugen anzuschaffen“, so Kauffeldt weiter. „Da er mir gleichzeitig zu diesem Maschinentypus passend einen größeren Auftrag in Aussicht stellte, machte ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Maschine.“

Zuerst suchte der Geschäftsführer natürlich bei den üblich Verdächtigen, das aber mit einem eher enttäuschenden Ergebnis: „Die Bezahlbaren entsprachen nicht meinen technologischen Anforderungen, diejenigen, deren Technik mich überzeugte, überstiegen mein Budget bei Weitem.“

Harald Kauffeldt. - Bild: Hommel
Harald Kauffeldt, CNC-Präzisionstechnik Kauffeldt. - Bild: Hommel

Komplettausstattung der Standardmaschine überzeugt

Dann die Wende: „An einer meiner Maschinen war auch ein Logo von Hommel, das erinnerte mich daran, dass Hommel sowohl neue als auch gebrauchte Maschinen im Programm hat und vor allem an deren hervorragenden Service. Wann immer irgendein Problem bestand, hat man sich immer zu meiner Zufriedenheit sofort um alles gekümmert. Obwohl ich also auch schon bis dahin mit der Hommel Gruppe sehr positive Erfahrungen gemacht hatte, kannte ich Caruso nicht.“

Das änderte sich nach der Kontaktaufnahme. Schon beim ersten Augenschein überzeugte den Geschäftsführer nicht nur der mechanische Aufbau, sondern auch die Komplettausstattung der Standardmaschine. Dazu Markus Ciesla, Produktmanger für den Produktbereich Chevalier/Caruso bei der Hommel Maschinentechnik: „Die MT Baureihe ist in enger Zusammenarbeit der Hommel Gruppe mit einem namhaften taiwanesischen Hersteller entstanden, der im Übrigen auch als Zulieferant bei einem der weltgrößten Werkzeugmaschinenproduzenten unter Vertrag steht. Dank dieser Zusammenarbeit konnten wir unsere maschinenbautechnischen Vorgaben zu einem bemerkenswerten Endpreis umsetzen.“

Kauffeldt: „Bei unserem Produktspektrum macht es keinen Sinn, hochkomplexe Maschinen – Beispiel Dreh-Fräszentren mit der Maßgabe Komplettfertigung – einzusetzen, denn wir fertigen keine Serienteile, die den hohen Einrichtaufwand rechtfertigen würden. Wir leben davon, dass wir unsere Kundenanfragen schnell und präzise in einbaufertige Teile umsetzen. Hierzu stehen uns drei CNC-Drehmaschinen und ebenso viele Bearbeitungszentren zur Verfügung. Wobei wir bei Serien in aller Regel eben nicht auf eine Komplettbearbeitung, sondern auf eine gegliederte Fertigung setzen.“

Bis zu zwölf angetriebene Werkzeuge. - Bild: Hommel
Mit den bis zu zwölf angetriebenen Werkzeugen können Werkstücke in einer Aufspannung fertig bearbeitet werden. - Bild: Hommel

Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Caruso MT-208MC zu. Mit den bis zu zwölf angetriebenen Werkzeugen können Werkstücke in einer Aufspannung zusätzlich zur normalen Drehbearbeitung mit Nuten, Querbohrungen, Lochkreisen, Anfräsungen und Gravuren versehen werden, ohne umspannen zu müssen.

Maschine hilft bei Erweiterung des Angebotsspektrums

„Diese Features“, so Kauffeldt, „haben im Zusammenspiel mit dem Stangenlader das für uns mögliche Angebotsspektrum deutlich erweitert.“ Und obwohl die Caruso erst seit Oktober 2019 im Unternehmen steht, hat sich dies trotz aller Schwierigkeiten rund um Corona inzwischen bezahlt gemacht. „Wir haben schon einige Teile bekommen, die wir ohne die Investition in die Caruso 208MT nicht wirtschaftlich hätten fertigen können.“

Und: „Noch bin ich dabei, die sich durch die angetriebenen Werkzeuge ergebenden zusätzlichen Möglichkeiten zu untersuchen, denn es ist schon ein großer Unterschied, ob ich ausschließlich drehe oder ob mir auch noch andere Technologien zur Verfügung stehen.“ Oder in Zahlen: „Rund zehn Prozent aller Aufträge haben wir durch diese erweiterten Bearbeitungsmöglichkeiten bekommen.“

Kollektorlagerschild aus hochfestem Aluminium. - Bild: Hommel
Kollektorlagerschild aus hochfestem Aluminium wird aus dem Vollen in einer Taktzeit von acht Minuten bei einer reinen Bearbeitungszeit von etwas mehr als 20 Minuten hergestellt. - Bild: Hommel

Das sind die technischen Pluspunkte der Caruso

Zusammenfassend erläutert Ciesla die technischen Pluspunkte der Caruso-Maschine: „Die Maschinen der Caruso-MT-Baureihe sind in der Schrägbettbauweise aufgebaut und verfügen über ein aus einem Guss gefertigtes Maschinenbett. Dadurch werden sie höchsten Ansprüchen in Sachen Stabilität und Zuverlässigkeit gerecht. Die Maschinenbaureihe reicht von der MT-108 mit einem Drehdurchmesser von 320 Millimeter bis zur MT-520 mit 780 Millimeter Drehdurchmesser.

Die bei Kauffeldt eingesetzte MT-208MC ist mit Flachführungen ausgestattet und bietet in Verbindung mit großzügig dimensionierten Lagern eine für diese Maschinengröße überragende Stabilität, was sich auch in der Positioniergenauigkeit der C-Achse mit 0,001 Grad Positioniergenauigkeit niederschlägt.

Die ausschließlich von Hommel vertriebene Caruso-Baureihe wird zudem mit einer schon im Standard umfassenden Ausstattung angeboten, die neben dem Scharnierbandspäneförderer auch einen programmierbaren hydraulischen Reitstock sowie einen integrierten Teilefänger und ein hydraulisches Dreibackenfutter inklusive einem Satz Spannbacken enthält. Nicht zu vergessen die fest eingebaute automatische Werkzeugvoreinstellung mit integriertem Renishaw Messtaster.“

Und abschließend: „Mit der Caruso-Baureihe bietet Hommel zum ersten Mal eine Drehmaschine mit einer Siemens CNC an. Die adaptierte Sinumerik 828D erlaubt durch das zusätzlich integrierte ShopTurn/ShopMill-Dialogprogrammiersystem eine vereinfachte werkstattorientierte Programmierung, wobei sich selbst aufwendige Konturen bei der Dreh- und Fräsbearbeitung unkompliziert programmieren und sogar als 3D-Kontur simulieren lassen.“

Für Kauffeldt gibt es jedenfalls absolut keinen Grund, seine Kaufentscheidung zu bereuen. Im Gegenteil: „Die Maschine ist technisch top und von dem Vertriebspartner Hommel Gruppe kann ich nur in den höchsten Tönen schwärmen. Service, Schulung und Inbetriebnahme funktioniert bestens.“

Quelle: Hommel GmbH

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