Unterwasserhaken ROV Hook

Die Unterwasserhaken ROV Hook von RUD werden künftig mit der Mazak HCN 5000 bei RUS gefräst. Mit dem CCR-Fräser von WNT kann die Bearbeitungszeit gegenüber der Nullserie um 40 Prozent reduziert werden. Bild: WNT Deutschland

Schmiedeteile aus vergütetem Stahl stellen Maschine und Werkzeuge vor große Herausforderungen. RUS Zerspanungstechnik hat sich auf die Bearbeitung dieses Werkstoffs spezialisiert und produziert seit vielen Jahren Anschlagmittel für RUD, dem Weltmarktführer von Schneeketten. Auch Schmiedeteile für deren neueste Hakeninnovation, dem RUD ROV Hook für den Unterwassereinsatz, werden von dem Lohnfertiger aus dem Hochsauerlandkreis fachmännisch und wirtschaftlich zerspant.

Thomas Sicke (rechts) und Andreas Steffen
Mit dem Werkzeugautomaten Tool-O-Mat hat RUS alle benötigen Werkzeuge und Ersatzteile jederzeit griffbereit. WNT-Anwendungstechniker Thomas Sicke (rechts) zeigt Geschäftsführer Andreas Steffen die einfache Bedienung des Automaten. Bild: WNT Deutschland

Die Kunden der RUS Zerspanungstechnik wissen die Leistungen stets zu schätzen. Ein hohes Qualitätsniveau, termingerechte Lieferungen, große Flexibilität und faire Preise zeichnen das Unternehmen aus, das sich auch im Maschinenpark breit aufgestellt hat. Verschiedene CNC-Bearbeitungszentren des Herstellers Mazak ermöglichen die präzise Fertigung von Einzelteil-, Klein- und Großserien bis zu 300 000 Stück in allen Werkstoffbereichen. Selbst Gesenkschmiedestücke bis zu einem Stückgewicht von 200 kg sowie Schweißbaugruppen werden von dem derzeit 16-köpfigen Team bearbeitet, geleitet vom geschäftsführenden Gesellschafter Andreas Steffen mit seinem Sohn Rafael Steffen als Prokurist. Seit 2011 hat die RUS Zerspanungstechnik GmbH einen namhaften Gesellschafter mit im Boot: die RUD Ketten Rieger und Dietz GmbH und Co. KG. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Aalen produziert Anschlagmittel sowie Schneeketten und ist in diesem Bereich Weltmarktführer.

Schmiedeteilbearbeitung

Die Zerspanung der Schmiedestücke von RUD obliegt Andreas Steffen. "Wir legen die Bearbeitung mit Drehen, Fräsen oder Bohren über die Bauteile und senden sie dann zurück zur konzerneigenen Gesenkschmiede RUD Schöttler Umformtechnik", berichtet Steffen, der die Schmiedeteilbearbeitung zu den Kernkompetenzen seines Unternehmens zählt. Losgrößen von 10 bis 40 000 pro Jahr gehen in allen Formen und Farben durch den RUS Maschinenpark, dementsprechend viel Erfahrung konnte das Unternehmen mit dem Werkstoff sammeln. „Die Bearbeitung von komplizierten Schmiedestücken in einer Aufspannung ist unsere Spezialität. Wir haben unseren Maschinenpark so ausgelegt, dass wir zu 98 Prozent fertig fallend produzieren“, verrät der Geschäftsführer. "Denn die knappen Toleranzen lassen sich nur mit der Zerspanung in einer Aufspannung realisieren."

Fräsen in einer Aufspannung

Hochfestes Material in Verbindung mit Schmiedehaut
Bei hochfesten Materialien in Verbindung mit der Schmiedehaut ist eine undefinierbare Härte gegeben. Bild: WNT Deutschland

Auch wenn RUS Zerspanungstechnik für etliche Unternehmen fertigt, so werden die meisten Schmiedeteile jedoch für die Konzernmutter RUD gefertigt – darunter Verbindungschlösser für deren Ketten. Der Rohling wird in einer Aufspannung gefräst und die Nut trochoidal ausgeräumt. In der Vergangenheit wurden hierfür der Silverline Fräser von WNT verwendet. Dies änderte sich, als Thomas Sicke, Anwendungstechniker bei WNT, die neuen CCR CircularLine Fräser präsentierte. "Vergüteter Kettenstahl 1.6541 hat eine recht hohe Zugfestigkeit, daher mussten wir uns mit den Silverline-Fräsern stückweise reinarbeiten. Das kostet Zeit", erklärt Sicke. "Mit dem sechsschneidigen CCR mit 16 mm Durchmesser sind wir nicht nur mit 49 mm Schnitttiefe komplett ins Bauteil gefahren, sondern sind auch bei einem Vorschub von fz 0,15 mm und einer Schnittgeschwindigkeit von vc 240 mm/min an die Schmerzgrenze gegangen."