Hausausstellung Hermle 2026
20 Maschinen, ein Ziel: Mehr Produktivität in der Produktion
Mit innovativen Automationslösungen, durchgängiger Digitalisierung und hochdynamischer Fräsbearbeitung treibt Hermle die industrielle Produktion weiter voran. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, wohin sich die Zerspanung technologisch bewegt – erstmals gebündelt präsentiert auf der Hausausstellung 2026.
Hermle demonstrierte auf der Hausausstellung diese Woche vom 21. bis 24. April 2026 seine Zerspanungskompetenz auf insgesamt 20 leistungsfähigen Bearbeitungszentren. Im Bild: das extra für die Hausausstellung entworfene Schaukelpferd aus Aluminium, das auf der C650 GEN2 aus dem Vollen gefräst wird.
Annika Ostermeier
Moderne Fräsbearbeitung: Leistung unter realen Bedingungen
Auf seiner Hausausstellung in Gosheim hat Hermle diese Woche 20 hochleistungsfähige Bearbeitungszentren präsentiert, die konsequent auf reale Produktionsbedingungen ausgelegt sind. Sie alle demonstrieren, wie moderne Fräsbearbeitung heute funktioniert – durchgängig im Live-Betrieb und unter Span.
Der Fokus liegt dabei klar auf Prozessstabilität, Oberflächenqualität und reproduzierbarer Präzision. Anspruchsvolle Werkstücke aus unterschiedlichen Branchen zeigen, wie sich komplexe Geometrien effizient und sicher fertigen lassen.
Technologisch entscheidend ist die Kombination aus hochdynamischer 5-Achs-Bearbeitung und optimierten Bearbeitungsstrategien – von der Volumenzerspanung bis zur Feinstbearbeitung.
Automation wird zum integralen Systembaustein
Ein zentraler Innovationsschwerpunkt liegt auf der Integration flexibler Automationslösungen. Mehrere Bearbeitungszentren sind direkt mit Robotik- und Handlingsystemen gekoppelt, darunter das Handlingsystem HS flex hybrid sowie verschiedene Robotersysteme.
Diese Kombinationen ermöglichen eine skalierbare Automation – von der Einzelteilfertigung bis hin zur mannarmen Serienproduktion.
Auffällig ist der modulare Ansatz: Maschinen und Automation werden nicht mehr getrennt gedacht, sondern als durchgängiges System konzipiert. Das erhöht nicht nur die Flexibilität, sondern reduziert auch Rüstzeiten und manuelle Eingriffe deutlich.
Durchgängige Digitalisierung entlang der Prozesskette
Neben Hardware-Innovationen gewinnt die Digitalisierung weiter an Bedeutung. Neue Lösungen zielen darauf ab, den gesamten Fertigungsprozess durchgängig abzubilden – von der Konstruktion über CAM und Simulation bis hin zur realen Bearbeitung.
Der Fokus liegt auf der Vermeidung von Medienbrüchen und der nahtlosen Integration von Software, Maschinensteuerung und Datenflüssen. Dadurch lassen sich Fehlerquellen reduzieren und Prozesse deutlich effizienter gestalten. Ergänzend kommen praxisnahe Digitalisierungstools zum Einsatz, die insbesondere in der Produktionsplanung und -überwachung neue Möglichkeiten eröffnen.
Vernetzte Fertigung: Technologie trifft Anwendung
Ein weiterer Trend ist die enge Verzahnung von Maschinen, Werkzeugtechnologie und Software. In Kombination mit Partnerlösungen entsteht eine zunehmend vernetzte Fertigungsumgebung, die auf konkrete Anwendungen ausgerichtet ist. Dabei rückt die ganzheitliche Betrachtung der Prozesskette in den Fokus: Nicht einzelne Technologien stehen im Vordergrund, sondern deren Zusammenspiel.
Das Ziel ist klar: höhere Produktivität, stabilere Prozesse und eine bessere Auslastung der Anlagen.
Plattform für Innovationen – gezeigt in Gosheim
Die beschriebenen Technologien wurden diese Woche im Rahmen der Hermle Hausausstellung 2026 erstmals gebündelt präsentiert. Mit an Bord waren 50 Aussteller aus den Bereichen Hardware, Software und Werkzeugtechnik, die in dem weitesgehend fertiggestellten Neubau bei Hermle in einer Sonderschau ihre Kompetenz gezeigt haben. Betriebsführung, Werksbesichtigung in Zimmern, Fachvorträge sowie Generative Fertigung mittels der Hermle-MPA-Technologie rundeten das Programm ab.
Die Veranstaltung gilt als wichtiger Branchentreff und bietet einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Präzisionsbearbeitung. Mit ihrem Fokus auf Maschinen, Automation und Digitalisierung zeigt sie vor allem eines: Die Produktion entwickelt sich konsequent in Richtung vernetzter, automatisierter und hochflexibler Systeme.