UNIFIL Luftreiniger an einer ungekapselten Präzisions-Drehmaschine
Bei Hoven sorgt eine neue Emulsionsnebel-Absaugung für saubere Luft an einer großen Weiler-Drehmaschine. Die ILT-Lösung erfasst den Nebel direkt im Bearbeitungsprozess. Entscheidend sind mitfahrende Erfassung, dichter Saugschlitzkanal und konstanter Volumenstrom.
Redaktion FERTIGUNGRedaktionFERTIGUNG
Präzisions-Drehmaschine mit 6.000 mm Spitzenweite.Wilhelm Hoven Maschinenfabrik
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Summary:
Wilhelm Hoven Maschinenfabrik in Stolberg setzt bei einer Weiler E150.6000 auf eine maßgeschneiderte Emulsionsnebel-Absaugung von ILT. Die Lösung erfasst den Nebel direkt im Bearbeitungsprozess und führt die belastete Luft über einen Saugschlitzkanal zur Filteranlage. Ziel ist ein stabiler Abscheidegrad bei schwerer Zerspanung, hoher Zugänglichkeit und langfristig gesicherter Anlagenverfügbarkeit.
Ob Tunnelbohrmaschinen, Walzenmühlen oder Gießofenanlagen:
“Wer Großes bewegen will, braucht große Hydraulikzylinder und entsprechende
Aggregate“, so Dietmar Hoven, Geschäftsführer der Wilhelm Hoven Maschinenfabrik
GmbH & Co. Zur hochproduktiven Bearbeitung von schweren und großen
Werkstücken wurde daher der Maschinenpark bei dem Stolberger
Familienunternehmen durch eine Präzisions-Drehmaschine Weiler E150.6000
erweitert. Um den - aufgrund der hohen Abtragsleistung und der Tatsache, dass
die Maschine nicht vollständig umhaust werden kann - unvermeidbaren
Emulsionsnebel in der Fertigungsumgebung in den Griff zu bekommen, fiel die
Wahl auf eine weit über den Standard hinausgehende luftfiltertechnische Lösung
der ILT Industrie-Luftfiltertechnik GmbH: Der Emulsionsnebel wird durch ein im
Bearbeitungsprozess mitfahrendes Erfassungselement direkt an der
Entstehungsstelle abgesaugt und die verschmutzte Luft durch einen
Saugschlitzkanal in die Luftfilteranlage übertragen.
Kranzylinder von Hoven.Wilhelm Hoven Maschinenfabrik
Maßgeschneiderte Hydraulikanlagen, Sonderzylinder und
Zylinderreparatur - die 1929 als Handwerksbetrieb gegründete Wilhelm Hoven
Maschinenfabrik GmbH & Co. ist spezialisiert auf anspruchsvolle Kleinserien
und Sonderzylinder sowie auf Spezialanfertigungen in Größe und Funktion. Das
Angebotsspektrum umfasst neben der Konstruktion, Herstellung und Inbetriebnahme
auch die Reparatur von Hydraulikzylindern und weiteren Hydraulikkomponenten
sowie die Auslegung und den Bau passender Aggregate. Zu dem internationalen
Kundenkreis zählen renommierte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Anlagen-,
Pressen- und Ofenbau, Vermahlungstechnik, Gießanlagen oder Tunnelbau. Das
Familienunternehmen mit Sitz in Stolberg (Rheinland) beschäftigt rund 60
Mitarbeiter und wird in dritter Generation von den Brüdern Dietmar und Rolf
Hoven geführt.
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Vollständige Umhausung einer Präzisions-Drehmaschine nicht
möglich
Ob Tunnelbohrmaschinen, Walzenmühlen oder Gießofenanlagen:
“Wer Großes bewegen will, braucht große Hydraulikzylinder und entsprechende
Aggregate“, so Dietmar Hoven. Für den Geschäftsführer liegt der Schlüssel eines
nachhaltigen Unternehmenserfolgs “in der Fähigkeit unserer Ingenieure und
Fertigungsexperten, technologische Herausforderungen, die in besonderen Abmaßen
oder komplizierten Details stecken, kundenindividuell zu lösen. Zudem stellen
wir unsere hohe Fertigungstiefe durch kontinuierliche Investitionen in moderne
Herstellungsverfahren und Maschinen dauerhaft sicher.“
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Anfang 2023 wurde bei Hoven der Maschinenpark mit den
Schwerpunkten Drehen, Fräsen und Schweißen durch eine Präzisions-Drehmaschine
Weiler E150.6000 zur hochproduktiven Bearbeitung von schweren und großen
Werkstücken mit einer Spitzenweite bis 6.000 mm, einem Durchmesser von bis zu
1.500 mm und einem Gewicht von bis zu 14 t erweitert. Unvermeidbare Folge der
notwendigen hohen Abtragsleistung ist der starke Anstieg von feinem
Emulsionsnebel in der Fertigungsumgebung. Aufgrund der Verfahrwege und einer prozessual
unabdingbar erforderlich guten Zugänglichkeit ist allerdings eine vollständige
Maschinen-Umhausung nicht möglich. Dietmar Hoven weiter: “Um die
Luftverunreinigungen in den Griff zu bekommen, haben wir uns daher für eine
exakt auf unsere Maschinensituation zugeschnittene luftfiltertechnische Lösung
entschieden.“
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Mitfahrendes Erfassungselement bei der Absaugung von
Emulsionsnebel
Im Auswahlprozess konnten zwei Hersteller von
luftfiltertechnischen Produkten überzeugen: Neben der ILT
Industrie-Luftfiltertechnik GmbH aus Ruppichteroth auch ein Anbieter, dessen
Absauggeräte bereits seit mehreren Jahren bei dem Stolberger Hydraulikspezialisten
an kleineren Dreh- und Fräsmaschinen im Einsatz sind. Die luftfiltertechnische
Lösung war in beiden Fällen vermeintlich ähnlich konzipiert: Der Emulsionsnebel
wird durch ein im Bearbeitungsprozess mitfahrendes Erfassungselement direkt an
der Entstehungsstelle im Maschinenarbeitsraum abgesaugt und die verschmutzte
Luft durch einen Saugschlitzkanal in die Luftfilteranlage übertragen. Christof
Goergen, Vertriebsleiter bei Hoven: “Die Entscheidung fiel aufgrund der langen
und guten Zusammenarbeit und letztlich auch durch die günstigeren
Kostenstrukturen zugunsten des bereits bei uns im Haus aktiven Herstellers.“
Trotz intensiver Bemühungen ließ sich jedoch auch nach
mehreren Monaten der Abscheidegrad nicht wie gewünscht realisieren: Der
Saugschlitzkanal hielt dem Unterdruck nicht stand, die in den Kanal
eingepassten Gummilippen ließen sich nicht vollständig schließen, so dass
Fremdluft gezogen wurde. Dietmar Hoven: “Ende 2023 mussten wir erkennen, dass
mit diesem Lösungsansatz keine zufriedenstellende Absaugleistung erzielt werden
konnte.“ Daraufhin haben die Hoven-Verantwortlichen den Kontakt zur ILT
Industrie-Luftfiltertechnik GmbH wieder aufgenommen. Umgehend erfolgte durch
die ILT-Mitarbeitenden vor Ort eine Begutachtung der Maschinensituation: “Im
Mittelpunkt stand dabei die Absaugleistung. Da wir Luftfiltertechnik nicht als
´Katalogware` verstehen, ist für uns darüber hinaus die detaillierte Prüfung
und Bewertung sämtlicher Einflussfaktoren ein wesentlicher Bestandteil bei der
Ausarbeitung einer individuellen Lösung“, erläutert Maximilian Wienhold vom
Technischen Vertrieb. Zu den Einflussfaktoren zählen beispielsweise das
Erfassungselement selbst, die Bedingungen in der Fertigungsumgebung oder die
Verwendung von technischen Komponenten - sie gewährleisten ein effizientes
Ineinandergreifen der Prozessschritte und die störungsfreie Funktion der
Luftfilteranlage.
UNIFIL® Luftreiniger
Störungsfreie Funktion durch lange Wartungszyklen und hohen
Abscheidegrad: 99,95% für Partikel im Bereich 0,1-0,3 µm
UNIFIL Luftreiniger sind speziell für die Abscheidung von
Aerosolen, wie z.B. Emulsionsnebel, Rauch und Feinstaub konzipiert. Dabei kommt
das Prinzip der filternden Abscheidung zum Einsatz. Die verunreinigte Luft wird
angesaugt und durch verschiedene Filterstufen geführt. Die in den Filterstufen
eingesetzten Filterelemente werden dabei in ihrer Durchlässigkeit immer feiner:
In den Vorfilterstufen werden die großen Aerosolpartikel abgeschieden, die
Hauptfilterstufe entfernt Partikel von 0,1 bis 0,3 µm zu 99,95% in MPPS
zuverlässig und konstant aus dem Rohgas. Gerade lungengängige Schmutzpartikel
werden so effektiv abgeschieden. In UNIFIL wird die Filterfläche durch eine
spezielle Anordnung der Elemente besonders effektiv ausgenutzt. Die Elemente
müssen daher deutlich seltener getauscht werden als bei sonstigen Geräten. Die
Vorfilter sind wiederverwendbar, beim Hauptfilterelement ist ein Austausch erst
dann notwendig, wenn der Filter komplett gesättigt ist - der Hauptfilter muss
somit weniger oft gewartet werden. Daher werden mit UNIFIL Luftreiniger extrem
lange Standzeiten erreicht und die Betriebskosten gesenkt. Die Geräte können
mittels Antriebsregelung und Soft-SPS in Steuerungen integriert werden und sind
mit Volumenstromüberwachung und weiteren Optionen auf zahlreiche Anwendungen
kundenindividuell anpassbar.
Erfassungselement
Luftfilteranlage der ILT-Baureihe UNIFIL.ILT Industrie-Luftfiltertechnik
Die Luftfilteranlage der ILT-Baureihe UNIFIL mit insgesamt
4.200 m³/h Absaugleistung ist über ein Rohrleitungssystem mit dem
Erfassungselement verbunden. Im Vergleich zur bestehenden Fremdanlage wurde ein
anwendungsgerechter Saugschlitzkanal eingesetzt, in seiner Form angepasst und
der Unterdruck entsprechend dem Querschnitt korrekt definiert. Die Gummilippen
sind so eingepasst, dass bei der Übertragung der verschmutzten Luft die
Dichtheit in jeder Verfahrsituation der Maschine garantiert ist und keine Fremdluft
mehr gezogen werden kann.
Durch die Verwendung eines leistungsstärkeren und auf die
Anforderungen der Prozesslufttechnik ausgerichteten Industriemotors mit
spezieller Ventilator-Technik wird die Antriebsleistung signifikant erhöht.
Hinzu kommt die ILT-eigene FILdrive-Steuerung, die sensorgesteuert automatisch
einen konstanten Volumenstrom auch bei sich sättigenden Filtern erzeugt. Die
Absaugleistung bleibt dadurch über eine lange Betriebszeit gleich. Die
Luftführung im Gerät ist darüber hinaus so optimiert, dass die Standzeit des Hauptfilterelements
länger ist und die laufenden Betriebskosten niedriger liegen als bei
marktüblichen Anlagen. UNIFIL ist dank der kompakten Größe zudem platzsparend
und fügt sich unauffällig in die Maschinenumgebung ein. Zusätzlich wurde die
Filtersteuerung in die CNC-Steuerung der Drehmaschine integriert und kann so an
jeden Arbeitsschritt angepasst den benötigten Volumenstrom bereitstellen.
Verfügbarkeit und Wartungsvertrag
Um einen auch langfristig zuverlässigen und nachhaltigen
Betrieb der UNIFIL-Luftfilter zu gewährleisten, wurde ein Wartungsvertrag mit
ILT abgeschlossen. ILT-Geschäftsführer Falco Riemer: “So bleibt das
Tagesgeschäft beim Anwender frei von Themen wie Wartungszyklen,
Personalplanung, Ersatzteilbeschaffung oder Reinigungsvorschriften. Die
Wartungsintervalle werden von uns überwacht und alle Arbeiten dokumentiert.
Durch unsere geschulten Techniker ist die fachgerechte Wartung sowie
regelmäßige Überprüfung der Anlageneinstellung und damit ein langfristiger
Investitionsschutz sichergestellt.“
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Hohe Expertise bei Projekten mit ungekapselten
Fertigungsumgebungen
Dietmar Hoven zieht ein abschließendes Fazit: “ILT verfügt
durch die gelungene Abwicklung ähnlich dimensionierter Projekte insbesondere
bei ungekapselten Fertigungsumgebungen über eine hohe Expertise. Die
Mitarbeiter haben auch bei uns ihr technisches Verständnis und ihre praktischen
Erfahrungen von der Beratung über die Analyse bis hin zur Projektierung und
Inbetriebnahme unter Beweis gestellt. Entscheidender als die positive
Systembetreuung ist allerdings das Erreichen des bestmöglichen Abscheidegrades
- für uns war das ein langer, am Ende aber sehr erfolgreicher Weg.“ Und weil
Begriffe wie ´Stillstand` oder ´Zufriedenheit mit dem Status Quo` nicht zum
Wortschatz des Geschäftsführers passen, “ist das nächste Projekt gemeinsam mit
ILT im Bereich einer anspruchsvollen Schweißrauchabsaugung bereits in Aussicht
gestellt.“
• Warum braucht Hoven eine Emulsionsnebel-Absaugung? – Die Weiler E150.6000 erzeugt bei hoher Abtragsleistung feinen Emulsionsnebel, während eine vollständige Umhausung der Maschine nicht möglich ist.
• Wie funktioniert die Emulsionsnebel-Absaugung bei Hoven? – Ein mitfahrendes Erfassungselement saugt den Emulsionsnebel direkt an der Entstehungsstelle ab und führt die Luft über einen Saugschlitzkanal zur Filteranlage.
• Welche Anlage wird für die Emulsionsnebel-Absaugung eingesetzt? – Hoven nutzt eine ILT-UNIFIL-Luftfilteranlage mit insgesamt 4.200 m³/h Absaugleistung.
• Was ist bei der Emulsionsnebel-Absaugung technisch entscheidend? – Entscheidend sind ein dichter Saugschlitzkanal, korrekt definierter Unterdruck, konstante Volumenströme und eine passende Integration in die Maschinensteuerung.
• Welche Rolle spielt Wartung bei der Emulsionsnebel-Absaugung? – Ein Wartungsvertrag mit ILT soll Betriebssicherheit, dokumentierte Wartungsintervalle und langfristigen Investitionsschutz gewährleisten.