Darts mit Holzschäften.

Darts mit Holzschäften sehen nicht nur gut aus, sondern weisen auch in Bezug auf Umweltverträglichkeit Vorteile auf. (Bild: Marno Korsanke, Royal Darts)

Hommel bietet mit der AS-200 von Nakamura-Tome auch für Anwender ohne komplexe Vorkenntnisse eine vollwertige Komplettbearbeitungsmaschine. Mit der Anschaffung der AS-200 hat die Firma Premiergames voll ins Schwarze getroffen.

Werner Schiewek hat sich mit seinem Unternehmen Premiergames in der Branche der Dart-Spieler einen Namen gemacht. Für Furore sorgen mittlerweile seine Schäfte aus Holz. Da dies echte Verschleißteile sind, wollte man hier mit einem für diese Branche neuartigen Werkstoff punkten. So bestechend die Idee, so schwierig deren Umsetzung. Es fehlte nicht nur das geeignete Equipment, sondern auch das fertigungstechnische Know-how.

Erste Schritte wie der Kauf einer Hobby-Drehmaschine und die darauf in Eigenregie gefertigten Dartschäfte aus Holz führten zu keinen wirklich überzeugenden Ergebnissen. Für Schiewek war deshalb schnell klar, dass dem Unternehmen nur die Investition in eine echte CNC-Drehmaschine weiterhelfen würde.

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Lothar Wimmers, Verkaufsleiter Nakamura-Tome bei Hommel, erklärt: „Als ich das erste Mal bei Premiergames war, hat Herr Schiewek mir seine Ideen erläutert und seine selbst gefertigten Proben gezeigt. Schon beim ersten Augenschein war ich mir sicher, dass die AS-200 von Nakamura die passende Maschine sein dürfte.“ Warum? „Die AS-200 hat die richtige Größe und bietet mit den angetriebenen Werkzeugen alle technischen Voraussetzungen, um die Schäfte komplett zu bearbeiten.“

Die Herausforderung: Holz und Metall auf der selben Maschine zerspanen

Und nicht nur das. Schiewek dachte hier schon einen Schritt weiter. Zwar war anfänglich nur von den Schäften aus Nussbaumholz die Rede, aber schon in den ersten Gesprächen kristallisierte sich heraus, dass später auch die Barrels – die Teile mit dem geriffelten Griffbereich bei den Dartpfeilen – aus einer Wolfram-Nickel-Legierung bearbeitet werden könnten. Wimmers: „Schon vor dem Kauf war angedacht, auf der Nakamura-Tome neben der Holzbearbeitung auch eigene Barrels herzustellen.“ Im Moment ist die AS-200 allerdings mit der Schaftherstellung voll ausgelastet.

Mit der Schäfteherstellung ist die AS-200 ausgelastet.
Derzeit ist die AS-200 vollständig mit der Schäfteherstellung ausgelastet. (Bild: Hommel)

Zur Schaftherstellung sagt Wimmers: „Auch für uns war es eine neue Herausforderung. Bei der Bearbeitung von Holz finden wir völlig andere Schnittbedingungen vor, als in der Metallzerspanung. Wir benötigen gänzlich andere Schneidgeometrien und andere Bearbeitungsstrategien.

Die gefundenen Lösungen haben die Verantwortlichen hier bei Premiergames letztlich auch überzeugt. Vor allem die Schlitze für die Flights stellten für uns einen Schwerpunkt dar, denn sie mussten neben einer 1-Millimeter-Bohrung bei einer Breite von nur einem Zehntel Millimeter am Ende eines labilen Werkstoffes eingebracht werden. Man sieht es auf Anhieb nicht, aber es steckt eine Menge Know-how und Technologie in den Bearbeitungsschritten.“

Trotzdem drängte Wimmers darauf, die Aufgabenstellung ohne Gegenspindel zu lösen. Damit wollte er vermeiden, dass die mangelnde Zerspanungserfahrung bei Premiergames durch allzu komplexe Maschinenkonzepte zu schnell an ihre Grenzen stößt.

Eine der ursprünglichen Maßgaben war es, die Bearbeitungszeit für einen fertigen Schaft so gering wie möglich zu halten. Damit sollte die täglich benötigte Ausbringung der Schäfte ermöglicht werden. Eine Aufgabenstellung, die sich aufgrund des doch etwas diffizilen Werkstoffs Holz als nicht absolut prozesssicher darstellen ließ.

Für die Rationalisierungsprofis bei Hommel aber dennoch kein unlösbares Problem. Wimmers: „Wir erreichen die gewünschte Taktzeit nicht ganz, aber schaffen trotzdem die gewünschte Stückzahl pro Tag. Soll heißen, die Maschine läuft den Tag über und arbeitet abends mannlos noch den kompletten Stangenlader ab. Da wir alle Arbeiten in einer Aufspannung abarbeiten, ist dies absolut prozesssicher darstellbar.“

Nakamura-Tome AS-200.
Nakamura-Tome AS-200: Komplettbearbeitung auf knapp drei Quadratmetern. (Bild: Hommel)

Die Lösung: die 1-Revolver-Drehmaschine AS-200 von Nakamura-Tome

Wimmers zur AS-200 von Nakamura-Tome: „Die platzsparende 1-Revolver-Drehmaschine wird bereits im Standard mit angetriebenen Werkzeugen und einer Y-Achse ausgestattet und ist so optimal für Stangen- und Futterkomplettarbeiten in einer Aufspannung konzipiert. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dank der drei Linearachsen in Verbindung mit der C-Achse, sogar komplexe Werkstücke in einer Aufspannung herzustellen.“

Die AS-200-Reihe bietet drei Modelle zur Auswahl, die Stangenarbeiten bis zu einem Durchmesser von 65 Millimeter und Futterarbeiten bis zu 340 Millimeter Durchmesser abdecken. Ein standardmäßig verbauter 12-fach-Werkzeugrevolver kann durch die bewährte 15-Grad-Indexierung bis zu 24 Werkzeuge für eine schnelle und präzise Bearbeitung der Werkstücke aufnehmen.

Die Drehspindel mit 15 Kilowatt respektive 258 Newtonmeter lässt sich bis auf 4.500 min-1 beschleunigen, wobei die rotierenden Werkzeuge mit 5,5 Kilowatt bis zu 6.000 min-1 erreichen. Der eingesetzte 12-fach-Revolver bietet Platz für bis zu zwölf Fräs-Bohrwerkzeuge. Die Eilgangswerte in X und Z betragen 24 m/min respektive 36 m/min.

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Die aufgeführten technischen Daten sind aber noch lange nicht alle Trumpfkarten der AS-200. Dazu Wimmers: „Die komplette Maschine ist mit weniger als 3,5 Quadratmeter Stellfläche ein sehr platzsparendes Zerspanungssystem und lässt sich trotz der kompakten Abmaße optimal für Stangen- und Futterarbeiten nutzen. Außerdem sind einige Softwarepakete standardmäßig in die Steuerung integriert, die viele Anforderungen aus der Komplettbearbeitung erleichtern. Nicht zu vergessen die mitgelieferte Airbag-Funktion, die bei einem etwaigen Revolvercrash Schäden an den mechanischen Bauteilen minimiert.“

Dass die allgemein üblichen Fanuc-Optionen wie G52-G59, Custom Macros, Zylinder-, Polar- und Helikalinterpolation freigeschaltet sind, um dem Kunden mehr Möglichkeiten zu bieten, versteht sich von selbst.

Für Werner Schiewek und sein Unternehmen bietet die AS-200 jedenfalls ein ganzes Bündel an Vorteilen. Nicht nur, dass sich damit kundenspezifische Lösungen realisieren lassen, es ist auch ein echter Meilenstein auf dem Weg vom reinen Handelsunternehmen hin zum Hersteller mit einer eigenen Produktpalette.

Quelle: Hommel GmbH

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