Heidenhain, Connected Machining

Mit TNC 640, Extended Workspace und State Monitor hat die Fachkraft in der Werkstatt alle Informationen übersichtlich im Blick. - Bild: Heidenhain

Das offizielle Motto der EMO 2017 lautet „Vernetzte Systeme für die intelligente Produktion“. Ideen dazu gibt es viele. Der Ansatz von Heidenhain ist es, die Werkstatt und das dort vorhandene Know-how über die Steuerung an der Maschine zum Dreh- und Angelpunkt im Firmennetzwerk zu machen. Denn an der Maschine entsteht das Werkstück, hier müssen alle Informationen zusammenlaufen.

Und von hier müssen auch ganz entscheidende Informationen über Status und Qualität eines Werkstücks in die IT-Systeme der Fertigung – also in die Prozesskette – zurückfließen. Der für die Bauteilqualität und Termintreue verantwortliche Facharbeiter muss Zugriff auf alle Daten haben und er muss seine Erfahrung aus der Fertigung in die Prozesskette zurückspiegeln können.

Heidenhain zeigt, wie einfach und individuell mit TNC-Steuerungen und dem Funktionenpaket Connected Machining ein durchgängig digitales Auftragsmanagement in einer intelligenten Produktion möglich ist. Auf dem ganzen Messegelände sind 20 Maschinen verschiedener Hersteller über Connected Machining mit dem Heidenhain-Stand vernetzt. Hier gewährt die Software State Monitor einen Blick auf alle angeschlossenen Maschinen, deren jeweils aktuellen Maschinenstatus und weitere Details zu den laufenden Prozessen.

Außerdem zeigt Heidenhain auf dem VDW-Stand „industrie 4.0 area“ zusammen mit Kooperationspartnern aus den Bereichen CAM, virtuelle Maschine, Werkzeugvoreinstellung und Werkzeugverwaltung sowie Maschinenbau in einer realen Fertigung, wie der TNC-Anwender dank Connected Machining papierlos die Fertigung eines Bauteils von der TNC-Steuerung aus planen und realisieren kann.

TNC 640 und TNC 620 mit Touchscreen

Die Steuerungen TNC 640 und TNC 620 präsentiert Heidenhain in der neuesten Generation mit Touchscreen. Sie verbinden die typischen Vorteile bewährter Heidenhain-Steuerungen mit der intuitiven Bedienung durch Gesten, wie sie von Smartphone oder Tablet-PC bekannt sind. Die kontextsensitive Benutzeroberfläche zeigt bei allen Arbeitsschritten immer genau die Elemente an, die der Anwender gerade braucht. Damit ist die neue Generation der TNC-Steuerungen mit Touchscreen einfacher in der Bedienung, zuverlässiger im Einsatz und gut gerüstet für zukünftige Anforderungen. Der TNC-Anwender profitiert von Arbeitserleichterungen, Zeiteinsparungen und mehr Effizienz in der Produktion.

Was die Steuerungen in der Praxis leisten, zeigen zwei Live-Vorführungen auf dem Messestand. An einer Fräsmaschine mit TNC 640-Steuerung entsteht unter Einsatz der Funktionenpakete Dynamic Efficiency und Dynamic Precision in kürzester Zeit ein Salz- und Pfefferstreuer mit Konturen und Oberflächen, bei denen keine weitere Nachbearbeitung notwendig ist. An einer Drehmaschine mit einer CNC Pilot 640 demonstriert Heidenhain, wie schnell und einfach der Anwender mit Turn Plus ein NC-Programm erstellen und in eine Bearbeitung umsetzen kann. Er muss nur die Roh- und Fertigteilkontur beschreiben sowie Werkstoff und Spannmittel auswählen, alles weitere erledigt Turn Plus automatisch.

Grundlage für die Herstellung hochgenauer Werkstücke mit ausgezeichneter Oberflächenqualität sind die Messgeräte zur Positionierung der Achsen, idealerweise angeordnet in einer Closed Loop-Regelung, und Systeme zur In-Prozess-Messung von Werkzeug und Werkstück direkt im Arbeitsraum der Maschine. Dafür stellt Heidenhain auf der EMO den neuen Messtaster Heidenhain-Specto ST 3087 RC, die Tastsysteme TS 460 und TT 460 mit neuer Schnittstellentechnologie und das Kamerasystem VS 100 zur Prüfung der Aufspannung und Bearbeitung vor. Eine Vorführeinheit demonstriert anschaulich den Genauigkeitsunterschied zwischen der Closed Loop- und einer herkömmlichen Semi-Closed Loop-Regelung einer Achse.

Diese spannenden Einblicke in die Steuerungstechnik zeigt Heidenhain auf der EMO Hannover 2017 vom 18. bis 23. September. jd

Halle 25 Stand B60