Rolf Freimüller

Er stand bereits zum dritten Mal ganz oben und darf sich "Dreher des Jahres 2016" nennen: Rolf Freimüller (Im Bild zusammen mit seiner jüngsten Tochter). - Bild: fertigung

| von Richard Pergler
Aktualisiert am: 09. Aug. 2017

Rolf Freimüller konnte zum insgesamt dritten Mal die begehrte Auszeichnung mit nach Hause nehmen, zuletzt hatte er den Wettbewerb in den Jahren 2008 und 2010 gewonnen.

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Sie konnten auf der AMB beim "Dreher des Jahres" nicht dabei sein? Kein Problem, wir haben exklusiv auf der Facebook-Seite der fertigung für Sie von der AMB berichtet: www.facebook.de/fertigung.de

Zum achten Mal war die AMB (Internationale Ausstellung für Metallbearbeitung), Stuttgart, Austragungsort für den Wettbewerb "Dreher des Jahres", der vom Branchenmagazin "fertigung" in Zusammenarbeit mit wechselnden Maschinenpartnern ausgerichtet wird. Der diesjährige Maschinenpartner war Haas Automation Europe.

Fünf Dreher aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich über eine theoretische Ausschreibung für den Wettbewerb im Rahmen der AMB qualifiziert. Am 15. September 2016 traten sie im Live-Wettkampf Mann gegen Mann und alle gegen die Uhr vor den Augen der Messebesucher und der Jury auf dem Messestand des verlag moderne industrie gegeneinander an. Jeder von ihnen hatte eine Stunde Zeit, ein vorgegebenes Werkstück zu programmieren, und anschließend nochmals eine Stunde, um es auf einer Haas ST 15 abzuarbeiten.

Dreher Finalisten

Die fünf Finalisten des Wettbewerbs "Dreher des Jahres 2016"(von links nach rechts) : Harald Lehmann (5. Platz), Stephan Gosch (2. Platz), Rolf Freimüller (1. Platz), Diego Morabito (4. Platz) und Siegfried Kersch (3. Platz). - Bild: fertigung

Die Jury unter Vorsitz von Hermann Rumpel vom deutschen Drehteile-Verband hatte es nicht leicht. Gegen 17.30 Uhr verkündete Richard Pergler, Chefredakteur "fertigung", die Reihenfolge der Sieger, denn als Sieger konnten sich alle fünf Teilnehmer fühlen: Der erste Preis ging an Rolf Freimüller.

Rolf Freimüller, war als dritter Kandidat und damit als goldene Mitte an der Drehmaschine und konnte mit einer souveränen und schnellen Leistung den Gesamtsieg erreichen. Den zweiten Platz sicherte sich Stephan Gosch, der einzige Neuling im Feld der fünf Finalisten, von der Buck & Co GmbH Zerspanungstechnik in Dassow. Den dritten Platz erreichte der Vorjahressieger Siegfried Kersch von der Stockhecke Frästechnik aus Borgholzhausen. Für Diego Morabito, 2014 noch auf Platz zwei, von der Mapal Dr. Kress KG aus Aalen (4. Platz), und Harald Lehmann aus Albstadt von der Otto Bitzer GmbH (5. Platz) gibt es jeweils einen Gutschein.

Der nächste Wettbewerb "Dreher des Jahres" findet 2018 ebenfalls im Rahmen der Messe AMB in Stuttgart statt.

Zum Wettbewerb

Wer eine Drehmaschine bedient, braucht handwerkliches Geschick, viel Wissen über die unterschiedlichsten Werkstoffe und muss zudem sehr komplexe Steuerungen programmieren können. Kein Wunder, dass die Branche händeringend nach Nachwuchs sucht, denn der ist rar gesät[ - der Facharbeitermangel ist in der Metallbearbeitung allgegenwärtig.

Der Wettbewerb "Dreher des Jahres" nimmt dieses Thema auf und will das Berufsbild des Drehers ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken, um den Beruf insbesondere für Jugendliche bekannt und auch als Ausbildungswunsch schmackhaft zu machen. Er wird seit 2002 im zweijährigen Turnus von der Fachzeitschrift "fertigung" (verlag moderne industrie, Landsberg) mit wechselnden Maschinenpartnern ausgeschrieben. Austragungsort des Wettbewerbs ist die Fachmesse AMB, Stuttgart.

In diesem Jahr hat Haas Automation Europe die Drehmaschine für den Wettbewerb gestellt und auch die Ausarbeitung des Prüfungsstücks übernommen. Im Rahmen der zweitägigen Schulung sorgte Haas dafür, dass alle Kandidaten optimal auf den Wettbewerb vorbereitet wurden. Weitere Unterstützung für die Veranstaltung kam außerdem von den Unternehmen Benz Werkzeugsysteme, Blaser Swisslube, Sandvik, Schunk und  Marposs sowie der Messe Stuttgart als Ausrichter der AMB 2016. vg

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

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Dreher des Jahres 2016: die fünf Finalisten im Training