Siemens, Sinumerik, Softwareversion 4.8

Mit dem Bedienkonzept für Sinumerik Operate können Werkzeugmaschinen übersichtlich und intuitiv bedient werden. - Bild: Siemens AG

Siemens präsentiert sich auf der EMO mit neuer Hard- und Software für sein durchgängiges Sinumerik-Portfolio. Mit dem integrierten Angebotsspektrum aus Industriesoftware und Automatisierungstechnik können sich die Unternehmen der Werkzeugmaschinenindustrie das volle Produktivitätspotenzial der digitalen Fabrik erschließen.

Die Messe-Highlights rund um die Sinumerik auf der EMO sind der neue Softwarestand 4.8 mit dem eine höhere Produktivität erreicht werden kann, neue Bedienkonzepte für effizienteres Arbeiten und die Software Safety Integrated Plus für schnelleres Projektieren und Inbetriebnehmen.

Mit dem Softwarestand 4.8 der CNC Sinumerik stellt Siemens neue Funktionen bereit, die Geschwindigkeit, Präzision und Sicherheit der Werkzeugmaschine signifikant verbessern sollen. Die Version 4.8 ermöglicht es zum Beispiel, ungewollte Nickbewegungen der Achsen zu kompensieren und vor Kollisionen von Maschine, Werkzeug und Werkstück zu schützen. Die Nickkompensation dient zum Ausgleich von dynamischen Positionsabweichungen in einer oder mehreren linearen Maschinenachsen, die häufig von Beschleunigungsvorgängen verursacht wird. Damit wird eine bessere Bearbeitungsqualität bei gleichzeitig höheren Ruck- und Beschleunigungswerten erreicht.

Die Sinumerik Software 4.8 hat darüber hinaus einen weiterentwickelten Kollisionsschutz: Collision Avoidance Eco und Collision Avoidance Advanced. Die Eco-Variante ermöglicht einen einfachen, zuverlässigen Maschinenschutz und verhindert dabei Eigenkollisionen der Maschinenkörper im Arbeitsraum. Die Advanced-Variante enthält einen vollumfänglichen Maschinen-, Werkzeug- und Werkstück-Schutz.

Effiziente Bedienkonzepte

Mit dem weiterentwickelten Bedienkonzept für Sinumerik Operate können Werkzeugmaschinen übersichtlich und intuitiv bedient werden. Die technische Basis für die Neuerungen bildet die durchgängige Linie von Wide-Screen-Bildschirmen Sinumerik Blackline Plus.

Bei den Bildschirmen wurde auf separate Tasten verzichtet, sondern sie werden mit einem berührungssensiblen Bildschirm und einem ein- und ausblendbarem Side-Screen ersetzt. Auf dem Side-Screen lassen sich Achslast, Alarm- oder Werkzeuginformationen anzeigen sowie eigene Inhalte der Maschinenhersteller. Die Bedienoberfläche lässt sich per Drag & Drop gestalten. So können Maschinenhersteller eigene Bedienkonzepte einfach umsetzen und mit maschinenspezifischen Funktionen anreichern.

Mit der steuerungsintegrierten Software Safety Integrated Plus präsentiert Siemens eine neue Version der bewährten Funktion Safety Integrated für die Sinumerik 840D sI. Bislang musste je ein komplettes Programm für den NCK und die PLC geschrieben werden. Künftig ist nur noch eines für die PLC notwendig. Mit der SPS-Software Step 7, die standardmäßig im TIA-Portal integriert ist, kann dieses Failsafe-Programm schnell und unkompliziert erstellt werden.

Mit der neuen Version, die im Zusammenspiel mit allen aktuell lieferbaren NCU der CNC Sinumerik 840D sI betrieben werden kann, verkürzt sich die Projektierungszeit um bis zu 50 Prozent. Auch die Inbetriebnahme kann um bis zu 20 Prozent beschleunigt werden, und zwar dank grafischer Masken, die die Parametrierung der Sicherheitsfunktionen erleichtern.

All dies zeigt Siemens auf der EMO Hannover 2017 vom 18. bis 23. September. jd

Halle 25 Stand D60