Schleifzentrum Justar

Sowohl das Schleifzentrum wie die Präzisionsspannfutter wurden als Fertigungslösung entwickelt, um die Voraussetzungen für eine prozesssichere, präzise Produktion und geringe Rüstzeiten zu erfüllen. - Bild: SwissChuck

Seit 1947 entwickelt, produziert und vertreibt das mittelständische Familienunternehmen Bass hochpräzise Produkte für die industrielle, effiziente Gewindeherstellung. Zum Kundenkreis zählen vorrangig die Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Maschinenbau sowie die Medizintechnik. Gewindewerkzeuge aus HM oder HSS-PM, werden von der Stange und von Rohlingen gefertigt.

Gewindewerkzeuge
Gewindewerkzeuge werden, ob aus HSS-PM oder HM, von der Stange gefertigt. Bass musste mit der Fertigungslösung auf den Trend zu kleineren und stark differierender Losgrößen reagieren. - Bild: SwissChuck

Als Hersteller von Werkzeugen zur Innengewindefertigung musste das Unternehmen bei der Investition in eine Fertigungslösung auch auf den Trend stark differierender Losgrößen reagieren. Deshalb rückten am Standort Niederstetten die Rüstzeiten in den Fokus, denn es wird mehrmals am Tag auf unterschiedliche Teilegrößen umgerüstet. So ging es speziell bei der Investition in die Spannfutter um Flexibilität sowie um Wiederhol- und Rundlaufgenauigkeit.

Ganzheitliche Lösung

Franz Zeller, verantwortlich für die Prozessentwicklung bei Bass, erklärt: "Wir haben in diesem konkreten Fall vor Projektbeginn nicht nur mit dem Hersteller die Eigenschaften der Schleifzentren mit entwickelt, sondern ganzheitliche Lösungen sehr intensiv diskutiert. Unsere Marktanalyse bei den Spannfuttern hat dabei ergeben, dass in Sachen Präzision kein Weg an SwissChuck vorbei führt. Das gilt sowohl für die Ausgleichs-Hebelfutter, die Mehrbereichsspannfutter wie für die Nullpunkt-Schnittstelle." Bei dem Ausgleichs-Hebelfutter bewegen sich beispielsweise die Spannelemente nicht wie bei herkömmlichen Spannmitteln. Dadurch kommt es zu keiner Verlagerung des zu bearbeitenden Werkstücks.

Zitat

"Das Konzept Schleifzentrum inklusive der Spannfutter hat mich im Gegensatz zu Spannzangen oder auch Hydrodehnspannfutter sofort angesprochen."
Franz Zeller, Prozessentwickler bei Bass

Christoph Allemann (links) und Franz Zeller
Christoph Allemann (links) und Franz Zeller: "Es wurden bereits vor Projektbeginn ganzheitliche Lösungen sehr intensiv diskutiert. Das Konzept Schleifzentrum inklusive der Spannfutter hat da sehr schnell überzeugt." - Bild: SwissChuck

Dieses Futter, SwissChuck bezeichnet es kurz als 2AFL, spannt zwischen den Spitzen und ist für die Fertigung von Konturrohlingen ausgelegt. Über den Slipstick-freien Hebelmechanismus gilt das Ausgleichs-Hebelfutter als sehr "feinfühlig". Wenige, gut durchdachte Austauschteile halten die Rüstzeiten für die unterschiedlichen Rohlinge klein. Mit dem Mehrbereichsspannfutter OFTGC dagegen deckt man bei Bass mit Spannbereichen von 5 bis 17 mm, 18 bis 36 mm und 34 bis 52 mm die unterschiedlichen Produktgrößen zur Fertigung von der Stange ab. Das heißt, werden beispielsweise Gewindewerkzeuge der Größe M4 gefertigt, kann ohne Futterwechsel sehr schnell auf Größe M16 umgestellt werden. Bei einem notwendigen Wechsel auf ein anderes Futter, für die Fertigung von Stange oder Konturrohlingen, gestalten sich die Rüstzeiten ebenfalls als gering, denn über die Nullpunkt-Schnittstelle – Wiederholgenauigkeit zwischen 1 bis 2 µm – von SwissChuck lassen sich die Futter sehr schnell ein- und ausschleusen.

Auf einen Blick

Werkzeugschleiffutter OFTGC von SwissChuck
Das hydraulisch betriebene Werkzeugschleiffutter OFTGC bietet SwissChuck in drei Größen an. Als Applikation mit den Junker-Schleifzentren wurde hinsichtlich der Montage eine Sonderlösung entwickelt. Die Präzision des Mehrbereichsspannfutters beziffert SwissChuck mit < 5 µm bei einer
dreifachen Einspannlänge.